Kropp

Kropp sagt "NEIN" zu Gewalt gegen Frauen

Bürgermeister Stefan Ploog und Gleichstellungsbeauftragte Andrea Heinrich

Keine Gewalt an Frauen - Orange your city – orange your world Kampagne

Orange your City“ ist ein Teil der weltweiten UN Women Kampagne „Färb die Welt orange- 16 Tage Aktionen gegen Gewalt an Frauen“.

Im Zeitraum vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember 2020, dem Tag der Menschenrechte, lenkt die Kampagne seit 1991 verstärkt die Aufmerksamkeit auf das Thema sexualisierte und häusliche Gewalt, um zum einen Hilfsangebote bekannter zu machen und zum anderen für die Opfer ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Diese Aktion soll von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen ermutigen, das überregionale Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen anzurufen oder die örtlichen Frauenberatungsstellen, wie das Frauenzentrum in Schleswig, aufzusuchen. Außerdem ist sie eine Aufforderung an alle Menschen, sich über das Thema zu informieren und bei Gewalt nicht wegzuschauen.

Die Gemeinde Kropp und das Amt Kropp-Stapelholm unterstützen diese Kampagne gegen Gewalt an Frauen!

Hintergrund

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen der Welt und ist auch in Deutschland weiter verbreitet, als viele glauben. Sie kann jede Frau treffen – unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund. Geschlechtsspezifische Gewalt hat unzählige Gesichter und wirkt sich auf alle Lebensbereiche von Frauen und Mädchen aus. In Deutschland gaben bei einer Umfrage 35 % der Frauen an, bereits Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt geworden zu sein („Violence against women“, 2014, Agentur der Europäischen Union für Grundrechte).

Die Zahlen sprechen leider für sich: jede dritte Frau wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt – häusliche Gewalt, also Gewalt durch den Partner oder Ex-Partner, erfährt jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben.

Und ja – wir reden von Deutschland...

Die Statistik des Bundeskriminalamts berichtet für das Jahr 2019 von 117 Frauen, die durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet wurden.

Seit 1981 setzen sich Frauenrechtsbewegungen an diesem Tag für die Gleichberechtigung ein und fordern die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen. 1999 wurde der 25. November durch die Vereinten Nationen zum offiziellen Gedenktag ernannt.    


Auch in der Gemeinde Kropp bzw. im Amt Kropp-Stapelholm werden, initiiert durch die Gleichstellungsbeauftragte Andrea Heinrich, an diesem Tag immer wieder Zeichen gegen Gewalt gesetzt. So wird unter anderem die Fahne der Organisation „Terre des Femmes“ vor dem Rathaus gehisst.    In diesem Jahr beteiligt sich die Gemeinde Kropp zum ersten Mal an der Internationalen Aktion, die von UN Women initiiert wurde: „Orange Your City – Orange The World“. Als Zeichen gegen Gewalt wird das Rathaus (durch Haack Entertaiment) orange angestrahlt. Andrea Heinrich hofft, dass sich viele Einrichtungen im Amtsgebiet sowie Privathaushalte an dieser Aktion beteiligen – alle können mitmachen:

  • Machen Sie mit! Wer auch ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen möchte, kann z.B. ein orangenes Licht ins Fenster stellen oder es mit orangefarbener Folie bekleben. Die Aktion startet am 25. November um 17 Uhr und endet offiziell am 10. Dezember. Letztlich kann der Zeitraum der Beleuchtung aber individuell entschieden werden. Oder - tragen Sie orange Kleidung (z.B. Halstuch, T-Shirt, Schal, Pullover, Armband …). Gerne schicken Sie mir ein Foto von Ihrer Aktion oder teilen Sie Fotos ihrer Beleuchtung im sozialen Netz. Durch #orangetheworld, #16days, #besserlebeninkropp und #hearmetoo können Sie auf auf die Kampagne aufmerksam machen.


Bekennen Sie Farbe – setzen Sie ein sichtbares Zeichen.



Vielen Dank für Ihre Unterstützung.Wer Fragen zu der Aktion hat, kann sich an die Gleichstellungsbeauftrage des Amtes Kropp-Stapelholm, 04624/72-31 oder a.heinrich@amt-ks.de wenden.

 


 

Stefan Ploog für weitere 6 Jahre Bürgermeister von Kropp

Auch bei dieser Bürgermeisterwahl war der parteilose Stefan Ploog der einzige Kandidat, genauso wie bei seiner Wahl vor sechs Jahren. Lag die Wahlbeteiligung 2014 jedoch bei nur knapp 21 Prozent, waren es 2020 schon rund 24 Prozent der wahlberechtigten Bürger, die ihre Stimme abgegeben hatten.


Gegen 19 Uhr stand fest, dass 91,57 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen Stefan Ploog für weitere sechs Jahre im Amt des Bürgermeisters bestätigt haben. Der einzige Kandidat erhielt 1216 Ja-Stimmen, 112 Wähler hatten mit „Nein“ gestimmt und ein Stimmzettel war ungültig.

2014 hatte rund 88 Prozent der Wähler für Stefan Ploog gestimmt. Dass er dieses Ergebnis bei seiner Wiederwahl noch steigern konnte, gibt ihm Ansporn, so weiter zu machen. „Die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung war zu jeder Zeit gut. Wir haben dadurch viel erreicht“, sagte Stefan Ploog. „ Wir machen weiter so.“

Einen ganz besonderen Dank sprach er seiner Frau und seiner Tochter aus, die ihn nicht nur während der Wahlzeit unterstützten, sondern ihm auch bei der Ausübung seines Amtes tatkräftig zur Seite stehen. „Ohne die Rückendeckung meiner Familie wäre die Ausübung des Bürgermeisteramtes kaum möglich. Denn schließlich ist ein Bürgermeister nicht selten auch abends oder am Wochenende für sein Amt unterwegs“, so Ploog.


An all die Skeptiker die meinen "ein Bürgermeister MUSS vor Ort wohnen/Leben" seit auch von unserer Seite versichert: Der Bürgermeister von Kropp ist wirklich zu fast jeder Tageszeit an fast jedem Tag erreichbar.

Davon konnten wir uns schon selbst mehrmals überzeugen.


Wir gratulieren dem alten und neuen Bürgermeister Stefan Ploog zu seiner Wiederwahl.



Existenzen durch Corona in Gefahr

 Auch in Krop

 

Corona war und ist für jeden Menschen im Jahr 2020 ein unerwartetes und unkalkulierbares Risiko. Auch die Wirtschaft leidet unter diesem Virus. Ganz besonders stark trifft es jedoch Schausteller, Eventfimen und Eventausstatter.

Auch in Kropp sorgt sich ein Eventausstatter um seine Existenz. Sein Geschäft besteht in der Hauptsache aus einem örtlichen Handel in Kropp und Onlinehandel mit Deko für Feste und Feiern, wie z. B. Konfirmationen, Taufen, Hochzeitsfeiern, Geburtstagen etc. Er verkauft an Privat und Gewerbe. Also an Privatkunden ebenso wie an Kleinhändler und Restaurants, die in normalen Zeiten diese Feiern ausrichten.

Wir haben Ingo Paulsen in seinem Laden-Geschäft in der Hauptstraße in Kropp besucht und mit ihm über seine geschäftlichen Aktivitäten, oder eher Nichtaktivitäten, geredet.

Hier in Kropp gibt es Betriebe und Einzelhändler, die relativ gut durch den Lockdown gekommen sind“, erzählt er. „Während aber viele Menschen durch Kurzarbeit z. b. Ihre Freude an Gartenarbeit wiedergefunden haben, sind alle Feste zwangsweise abgesagt worden.“

Und er hat recht. Der Einzelhandel und die Dienstleister in Kropp haben den Lockdown einigermaßen gut verarbeitet. Das wurde uns von einigen Seiten bestätigt. Doch auch die Eventfirmen haben andere Wege gefunden um nach dem Lockdown irgendwie wieder in kleinem Umfang weiter zu machen, z.B Disco über Internet oder Autodisco. Aber das alleine bringt es nicht, denn es fehlen eben die die vielen kleinen und großen Privatfeiern zu Ostern Pfingsten oder Konfirmationen.

Mit Autodisco oder Internetdisco kann ich kein Geschäft machen“, meint Paulsen dazu. „Ich brauche die vielen Familienfeiern oder auch die besonderen Firmenfeiern um Ausstattung zu verkaufen. Doch gerade da läuft nichts. Konfirmationen – abgesagt. Pfingsten – nur im engsten Familienkreis. Hochzeiten – teilweise verschoben oder ebenfalls nur im engsten Familienkreis. Diese Aufzählung kann ich noch um Etliches verlängern. Runde Geburtstage oder Silberhochzeiten, nur als Beispiel genannt, werden mit großer Sicherheit nicht nach gefeiert. Und da kommt einiges zusammen.“

Ob er daran glaubt, dass sich bald einiges zum Guten ändert? Seine Antwort kam erstaunlich schnell: „Solange es Menschen gibt, die nur an sich denken, und denen es egal ist, ob kleine Betriebe durch deren Unvernunft schließen müssen – Nein. Wir haben eine Spaßgesellschaft. Urlaub und Feiern ist wichtiger als die Gesundheit. Und die Unvernunft steht über alles. Es wäre nichts dagegen zu sagen, wenn auch im Urlaub oder bei Feiern die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, aber dann macht das alles nicht so einen Spaß. Also denkt man nur an seinen Spaß und schxxxx… auf die Anderen.“

Denkst du, dass Corona bald vorbei ist?“ Auch hier kam seine Antwort schnell: „Nein. Ich denke, dass wir lernen müssen damit zu leben. Wie mit der Grippe. Es wird immer mal wieder irgendwie und irgendwo auftreten. Umso wichtiger wäre es, jetzt mit Bedacht und Vernunft zu handeln. Aber dass das nicht funktioniert, dafür braucht man doch nur in die Nachrichten zu schauen.“

Wie siehst du dich und deinen Handel in der Zukunft, z. B. In einem oder zwei Jahren?“

Noch so ein Jahr werde ich nicht überleben“, antwortet er nachdenklich. „Ich habe allein in 2020 eine Gesamt-Umsatzeinbuße von 275.000 Euro. Und ich kann meiner Bank bei einem Kredit keine klare Zusage machen, wann ich das Geld zurück zahlen kann. Das sind keine guten Voraussetzungen für einen Kredit. Die 9.000 Euro, die ich als Zuschuss vom Staat bekommen habe, sind ein Tropfen auf dem hohlen Stein. Die Eventbranche, die Branche der Eventausstatter und auch die Schausteller stecken in einer schweren Krise. Und sehr viele werden diese Krise nicht überstehen. Hier müsste dringend was getan werden. Doch bis das passiert ist, haben sehr wahrscheinlich schon etliche der Betroffenen ihr Geschäft geschlossen. Und ich könnte einer davon sein.“

Sie müssen nur die Maske aus der Tasche ziehen....

Nachdem wir in Kropp leider heute - am 06. August 2020 - wieder Menschen, welche an der Kasse hinter uns standen, auf gewisse Regeln hinweisen "mussten"...haben wir dieses  gefunden.

Vielleicht hilft es ja selbst den Dümmsten Ignoranten zum besseren Verständnis



Night of Light auch in Kropp

 

Seit dem 10.03.2020 ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen. Jegliche Art von Großveranstaltungen sind aufgrund der COVID-19 Krise untersagt. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen - überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Darbietungen zu erleben oder sich zu relevanten Themen auszutauschen, dürfen Veranstaltungen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden. Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit notwendigen und strengen Hygiene-Vorschriften; dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind.

Alle Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations (Special-Event- Locations, Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Tagungshotels und sonstige Spielstätten wie z.B. Theater, Philharmonien, Konzerthallen, Schauspielhäuser) in ganz Deutschland strahlten in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 bundesweit ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit roter Beleuchtung an, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen.
Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen! Ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell der Veranstaltungs-Wirtschaft zur Rettung unserer Branche, die echte Hilfe anstelle von Kredit-Programmen benötigt! Finden!

Ziel dieser Aktion ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann. Die Veranstaltungswirtschaft ist eine komplexe Branche, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint. Aus diesem Grund hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby.

Die Aktion richtete sich an die breite Öffentlichkeit, um auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Hierzu bedurfte es einer groß angelegten, konzertierten Aktion, die bundesweit gleichzeitig stattfinden sollte um eine umfangreiche mediale Reichweite zu erzielen. Alle Bereiche der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland vereinigten sich zu einer übergreifenden Interessen- und Arbeitsgemeinschaft und initiierten die „Night of Light“.

Anlässlich dieses Events bau
ten alle an der Aktion Beteiligten gemeinsam und gleichzeitig ein riesiges Licht-Monument. Hierzu wurden in allen Städten, in denen diese  Unternehmen ihren Sitz haben, in der Nacht vom 22. auf den 23.06.2020 Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Gebäude und Bauwerke rot illuminiert.

Hintergründe der dramatischen Lage der Veranstaltungswirtschaft

Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Faktisch alle Unternehmen aus den Bereichen Messebau, Veranstaltungstechnik, Eventagentur, Catering, Bühnenbau, Eventlocation, Messegesellschaft Kongresscenter, Tagungshotel, Konzertveranstalter, Künstler und Einzelunternehmer haben durch die erfolgten Veranstaltungsverbote seit dem 10.03.2020 innerhalb weniger Werktage ihre gesamten Auftragsbestände verloren. Sie gerieten als erste in die Krise (first in) und werden als letzte wieder aus der Krise herauskommen (last out).

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts „auf Lager“ produziert werden; die meisten Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft sind Dienstleister. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Die Veranstaltungswirtschaft insgesamt ist einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft und zählt rund 1 Million direkte Beschäftigte. Es wird ein jährlicher Umsatz von rund 130,0 Mrd. Euro erwirtschaftet. Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, so beschäftigen mehr als dreihunderttausend Unternehmen in über 150 Disziplinen mehr als 3 Millionen Menschen und erzielen einen Jahresumsatz von über 200 Mrd. Euro! *

Durch das vorläufige Verbot von Großveranstaltungen bis 31.08.2020 und einen danach noch folgenden Vorlauf zur Planung von Veranstaltungen gibt es einen 80 – 100 % Umsatzausfall über einen Zeitraum von mindestens acht Monaten. Daraus resultiert eine akute Insolvenzgefahr für die gesamte Branche. Es ist wichtig, auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Branche der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass die derzeitigen Hilfeleistungen in Form von Kreditprogrammen nicht ausreichen. Da diese Kredite nicht wertschöpfend investiert werden können, sondern zur Deckung von Betriebskosten aufgewendet werden müssen, führt dies nach dem Verbrauch der Kredite zu einer erneuten Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen und Einrichtungen.

Die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen ist zurzeit und bis auf Weiteres unter den geltenden Restriktionen und notwendigen Hygieneregelungen nicht mehr möglich. Es bestehen somit besondere, ökonomische Herausforderungen, um die sog. „First in – Last out“ Unternehmen sowie die in der Veranstaltungswirtschaft tätigen Einzelunternehmer, mithin die gesamte Branche, zu retten.

Die für diese Aktion gemeinsam verwendete Farbe Rot soll folgendes ausdrücken:

  • Die Veranstaltungswirtschaft befindet sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen

  • Alarmstufe Rot - ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr!

  • Wir sind eine Gemeinschaft und haben das gemeinsame Ziel eines Branchendialogs mit der Politik

  • Wir richten einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit

  • Die Farbe Rot steht für die Leidenschaft für unseren Beruf / unsere Profession.
    „Wir brennen für das, was wir tun“!

( * Quelle: Studie „Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltungsbranche“ vom 15.06.2020 des R.I.F.E.L.  e.V. im Auftrag des IGVW e.V. )

Auch in Kropp haben CB-Events (s. Haack), PST.events (K.Stühmer und I. Paulsen), Lasertechniker Martin und D. Spinler (Baltic Open-Air) ein Zeichen zur Night of Light in Deutschland gesetzt. Mit einer zweistündigen Aktion, in der das Kropper Rathaus als Mahnmal in roter Beleuchtung erstrahlte, wollte man deutlich machen, dass eine Branche nicht vergessen werden sollte - nämlich die Veranstaltungsbranche. 


PRO - gnose

Unser aller Welt steht still, aber die Erde dreht sich weiter – auch hier bei uns, im unmittelbaren Umfeld.

Unser aller Welt steht still, und das ist gut so, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Auch wir haben unsere Vorräte durchgecheckt und ein wenig aufgefrischt, aber nicht erweitert. Denn für 1-2 Wochen vorzusorgen, das haben wir schon immer gemacht.

Aber davon abgesehen, ist auch bei uns nichts mehr wie es mal war. Wir haben zur Zeit und auch in absehbarer Zukunft keine Pressetermine. Kleiderbörse vom TSV Kropp, Osterfeuer, Reitturnier....alles abgesagt bzw. verschoben. Das gilt auch für unsere privaten Termine. Der neue James Bond Film wurde ebenso verschoben wie die Kieler Woche und unser privater Urlaub ab Mitte April in Dänemark.

James Bond, Kleiderbörse und Osterfeuer in Kropp....Kieler Woche.... geht es Ihnen so wie mir beim Schreiben dieser Zeilen? Viele gewohnte und lieb gewordene und im Rückblick als sehr wichtig eingestuften Dinge oder Veranstaltungen haben ihren Stellenwert eingebüßt, sind irgendwie banal geworden.

Der Satz „Das Leben findet immer einen Weg“ stammt nicht von meinem Lieblingsphilosophen Friedrich Nietzsche, sondern aus dem Film „Jurassic Park“ und wurde von Jeff Goldblum ausgesprochen....seinen Rollennamen weiß ich nicht mehr, aber dieser Satz ist mir bis heute in Erinnerung geblieben.

Das Leben findet immer seinen Weg.....so wie das Leben seinen Weg schon jetzt findet. Wir treten wieder in Kontakt mit Menschen, die uns schon immer wichtig waren, aber zu denen der Draht im Alltag immer mehr unterging. Höchstens mal ein Anruf zu Weihnachten oder Ostern....weil man den Geburtstag eh längst vergessen hat.

Jetzt besinnt man sich, greift zum Telefonhörer, ja zum Telefonhörer, weil, in Zeiten wie diesen tut es gut eine vertraute Stimme zu hören....und nicht nur ein paar fehlerhaft geschriebene Sätze bei Facebook oder Whats App.

Und diese Gespräche helfen sich nicht allein und verlassen zu fühlen. Worte, live gesprochen, mit der Möglichkeit direkt zu antworten helfen die Zeit der jetzt notwendigen Einschränkungen zu überstehen.

In vielen Städten uns Gemeinden gibt es Hilfsangebote. Es gibt Hilfsangebote, bei denen Menschen anderen Menschen, die einer Risikogruppe angehören, ihre Hilfe anbieten, Einkäufe oder Botengänge übernehmen, damit die besonders gefährdeten Menschen zu Hause bleiben und damit ihr ohnehin großes Risiko soweit minimieren können wie es möglich ist.

Auch in der Gemeinde Kropp-Stapelholm gibt es inzwischen derartige Hilfsangebote, welche von der Gemeinde koordiniert werden

Und in ein paar Wochen? Was genau in ein paar Wochen ist, weiß niemand, weil niemand weiß, wann das ist....“in ein paar Wochen“. Ich wage dennoch folgende PRO-gnose: Die Welt, wie wir sie bis vor kurzem kannten, wird sich ändern.

Natürlich werden diese Trennstriche im Supermarkt verschwinden, werden irgendwann der 2m Sicherheitsabstand und viele andere Dinge Vergangenheit sein.

Aber es werden sicherlich einige Kontakte über die momentane Hilfe hinaus gehen und im Alltag "danach" Bestand haben.

Das ist meine ganz persönliche PRO-gnose


Geschäftseröffnung von GEIT Reimer in Kropp

Am Freitag, dem 30. August eröffnete Jochen Reimer in Kropp in der Poststraße 12 sein neues Büro „GEIT Reimer“.

 Jochen Reimer im Gspräch mit Sylvia Prüßmann

In seinem Gewerbe geht es um Gebäudeenergie- und Gebäudeinformationstechnik. Im Mittelpunkt steht dabei die Energietechnik von Gebäuden, oder, vereinfacht ausgedrückt, es geht um die Schaffung eines behaglichen Raumklimas bei möglichst geringem Energieeinsatz.

„Den Wunsch mich selbstständig zu machen hatte ich schon lange“, erzählte Jochen Reimer. „Jetzt hat es eben gepasst. Ich spare mir die viele Fahrerei zur Arbeitsstelle und kann dafür die Zeit mehr in mein eigenes Büro investieren.“

Sei ungefähr vier Monaten arbeitet er daran, Aufträge für seine Firma einzuholen. Und das mit Erfolg. Auch die Zusammenarbeit mir anderen gleichartigen Firmen wurde schon in Angriff genommen.

„Ich bewerbe mich vor allem bei kleineren Projekten wie z. B Kindergärten“, so Reimer. „Auch hier in Kropp und Umgebung gibt es insgesamt noch einiges zu verwirklichen. Nur das Rathaus war für mich leider zu früh.“

 

Einige Verbindungen hat er aus seiner bisherigen Arbeit mitgebracht. „Nur die Kleinprojekte oder auch Projekte von Privatkunden, da bin ich bei Null angefangen. Aber es funktioniert. Und hier im Norden gibt es noch reichlich zu tun. Da werde ich ansetzen. Von jetzt an muss man eben auch mit ‚GEIT Reimer‘ rechnen.“

Die SL-Süd-Online wünscht Dir, lieber Jochen, viel Erfolg und reichlich Aufträge.

 

 


Neues Rathaus in Kropp eingeweiht

Der 06. Juni 2019 geht als den Tag in die Geschichte Kropps ein, an dem Kropp durch die Eröffnung des Rathauses wieder komplett wurde.

Kurzer Rückblick:

1967 wurde das "alte" Rathaus nach den damals üblichen Anforderungen gebaut und als Mittelpunkt von Kropp eröffnet. Durch eine Änderung der Vorschrift und einer damit einhergehenden vorgeschriebenen Mindestgröße an Einwohnerzahl wurde aus den Ämtern Kropp und Stapelholm am 1. Januar 2008 durch Fusion das Amt Kropp Stapelholm. Dadurch wuchsen automatisch auch die Anforderungen an dem alten Rathaus. Als in dem alten Gebäude erhebliche Mängel aufgewiesen und starker Schimmelbefall im Keller festgestellt wurde, beschloss die Gemeindevertretung am 26.04.2016 den Abriss des alten Rathauses und einen kompletten Neubau.

Bereits im Sommer 2017 wurde das 50 Jahre alte Gebäude abgerissen. Acht Monate später, am 10. April 2018 wurde mit einer feierlichen Zeremonie die Grundsteinlegung begangen, indem die Zeitkapsel mit Zeugnissen der aktuellen Zeit in den Grundstein gelegt wurde. Ein gutes halbes Jahr später, am 19. Oktober 2018 wurde dann schon das Richtfest gefeiert.


Und jetzt, nach zwei Jahren Bauzeit konnte die offizielle Eröffnung des neuen Rathauses gefeiert werden. Mehr als 175 Gäste waren der Einladung gefolgt. Darunter waren der Innenminister der Landesregierung Hans-Joachim Grote, Frau Dr.Monika von Hassel, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Oberst Kristof Conrath, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 "Immelmann", Amtsvorsteher für alle Kommunen des Amtes, Bürgermeister aus umliegenden Gemeinden, Bürgervorsteher Klaus Lorenzen, Gemeindevertreter und Vertreter von Vereinen und Verbänden aus Kropp.



Frau Dr. von Hassel (links, im Gespräch mit Bürgermeister Ploog) ist nicht nur dem Immelmann-Geschwader, sondern auch der Gemeinde Kropp-Stapelholm seit vielen Jahren verbunden


In seiner Rede bedankte sich Bürgermeister Stefan Ploog bei allen Beteiligten, vor allem aber bei allen Angestellten des Amtes, die während der zwei Jahre der Bauphase im Provisorium auf engstem Raum arbeiten mussten. Er erklärte, das neue Rathaus sei nach den neuesten energetischen Vorschriften gebaut, barrierefrei, habe helle und arbeitsfreundliche Räume. Neben dem Trauzimmer und Tagungsräumen gibt es auch einen Ratssaal, in dem die Eröffnungsfeier stattfand. Durch verschiebbare Trennwände kann der Raum verkleinert werden und so Platz für mehrere gleichzeitig stattfindende Veranstaltungen bieten. Scherzhaft fügte er hinzu: "Wenn Kropp weiter wächst sind auch in diesem Rathaus die Büros groß genug für eine mögliche Doppelbelegung."

Bürgervorsteher Klaus Lorenzen gab in seiner Rede einen kurzen Rückblick auf die Zeit vor und während der Bauphase. Er sei froh, dass endlich wieder alles unter einem Dach sei. "Es gibt eine alte Weisheit", so Klaus Lorenzen, "die Umgebung prägt den Menschen. Und die Umgebung des neuen Rathauses wird uns alle prägen, damit wir auch die Zukunft mit neuen Ideen gestalten können."


Der Innenminister Hans-Joachim Grote nannte das Gebäude einen Ort der Begegnungen, an dem durch gemeinsame Konversation von Haupt- und Ehrenamt Visionen und Ideen geschaffen werden um die Zukunft damit maßgeblich zu gestalten. "Ich wünsche diesem Haus, dass hier gestritten wird. Denn wenn gestritten wird führt es fast immer zu etwas Gutem."

Auch Oberst Kristof Conrath äußerte in einer kurzen Rede seinen Glückwunsch. "Die Soldaten und Soldatinnen der Kai-Uwe-von-Hassel Kaserne wurden und werden hier in Kropp immer herzlich aufgenommen", sagte er. "Viele von uns haben hier mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Wir fühlen uns einfach dazu gehörend, wie ein Teil der Gemeinde."

Carsten Saß, Vorsitzender des HHG Kropp, verglich Kropp in seiner Rede mit einem 1000 teiligen Puzzle. "Stellen Sie sich vor, Sie haben 999 Teile fertig. Aber ein Teil fehlt. Niemand schaut auf die fertigen Teile, denn alle sehen nur das eine fehlende Stück. So war es in Kropp. Alles war da, nur das Rathaus nicht. Egal, ob Sie auf die Karte geschaut haben oder bei Google Earth: in Kropp gab es eine Lücke. Kropp war irgendwie nicht so ganz Kropp. Doch ab heute ist die Lücke wieder geschlossen. Das Puzzle ist vollständig. Kropp ist wieder komplett."


Die letzte kurze Rede wurde von Frau Dr. Monika von Hassel gehalten. Sie bezog sich erst einmal auf den 16. September 1997. An dem Tag bekam die Kaserne in Kropp ihren jetzigen Namen: Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne, benannt nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein und Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (1913 - 1997) "Ich habe damals nicht gewusst, welche tiefe Bindung ich eines Tages zu Kropp aufbauen würde, doch Kropp ist mir in den vielen Jahren ans Herz gewachsen. Es ist mir eine Ehre und Freude hier sein zu dürfen."  Sie überreichte als Geschenk einen Holzschnitt, die "Singenden Fischer" von Friedrich Karl Gotsch. "Ich habe diese Bild an unserem ersten Hochzeitstag von meinem Mann geschenkt bekommen. Seit dieser Zeit hat es immer einen Ehrenplatz bei mir zu Hause. Jetzt hoffe ich, dass es auch hier in Kropp im neuen Rathaus einen besonderen Platz bekommt."  Im Anschluss an dieser Übergabe erläuterte Dr. Thomas Gädeke, Kunsthistoriker aus dem Schloss Gottorf, die Bedeutung dieses Bildes und das Leben des Künstlers Friedrich-Karl Gotsch.


Zum Abschluss gab es im Foyer und im ersten Stock des Gebäudes ein Buffet mit Currywurst und Fingerfood sowie Getränke, so dass man bei einem Rundgang durch das neue Rathaus überall gut versorgt war. Und die Gäste nutzten diese Gelegenheit auch um mal wieder mit anderen ins Gespräch zu kommen.

© SL-Süd-Online 2019