Moment mal...

 Das Wunder Weihnachtsstern  

„Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen um ihm zu huldigen.“ (Weihnachtsevangelium nach Matthäus 2,1.9)

   Ein Licht am Himmel kündete von der Geburt des Messias und gab den Menschen neue Hoffnung. Das Strahlen des Weihnachtssternes, oder auch des „Sterns von Bethlehem“ verkündete ein Weihnachtswunder und ist der Grund dafür,warum wir die schönste Zeit des Jahres bis heute mit Kerzen und Lämpchen als ein Lichterfest feiern.  

Doch der „Stern von Bethlehem“ ist kein Mythos. Auch wenn bis heute kein Wissenschaftler weiß, wie viel astronomische Wahrheit im Beginn des Christentums mit der Erleuchtung des Weihnachtssternes vorhanden ist. Bis heute ist ebenfalls nicht bekannt, welcher Art die Himmelserscheinung war. Einen Hinweis darauf, dass der Stern, wie oft abgebildet, ein Komet war, gibt es nicht. Zudem waren Kometen zu dem Zeitpunkt Boten des Unglücks.

Mit dem heutigen Wissensstand ist eine besondere Planetenkonstellation die wahrscheinlichste Erklärung für den „Stern von Bethlehem“. Nach langer Suche fand man etwas, was tatsächlich im Jahr 7 vor Christus passiert ist. In dem Zeitraum,  in den Historiker die Geburt Jesus Christus eingeordnet haben - die beiden größten Planeten Jupiter und Saturn trafen aufeinander. Eine solche „Große Konjunktion“ galt in den antiken Kulturen als echtes Gipfeltreffen am Himmel.  

Ob die Legende über den „Stern von Bethlehem“ wirklich stimmt, wird sich nie ganz klären lassen. Aber wenn Sie wahr ist, dann wird an diesem Weihnachtsfest ein neuer „Stern von Bethlehem“ aufgehen. Denn einmal mehr verschmelzen Jupiter und Saturn am Sternenhimmel zu einer nahezu vollkommenen Einheit. Die beiden Planeten kommen sich dabei so nah, wie seit mehr als 2000 Jahren nicht. Und das „Licht in der Dunkelheit“ leuchtet ausgerechnet in der längsten Nacht des Jahres, am 21. Dezember. Den besten Blick auf das Weihnachtswunder knapp über dem südwestlichen Horizont haben Beobachter etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang von einem erhöhten Standort aus.

Und genau wie damals wird er hoffentlich über alle Grenzen hinweg den Menschen neue Hoffnung bringen. Ein Licht am Himmel zu einer Zeit, in der Hoffnung so wichtig ist wie nie zuvor.

Nachgehakt:

Tabuthema Häusliche Gewalt 



Gewalt ist in den heutigen Zeiten ein weit verbreitetes Thema. Jeden Tag liest und sieht man in den Nachrichten über Gewaltausbrüche gegenüber Staat, Polizei und leider auch Unbeteiligten. Und das nicht erst seit Corona. Ich denke da z. B. An den G7 Gipfel in Hamburg und den diversen Anti-Corona-Demos.    
   Nur über eine bestimmte Art von Gewalt liest und hört man selten. Eine Gewaltart, die in der Gesellschaft immer noch zu unrecht ein Tabuthema ist – häusliche Gewalt.  

Ein Drittel aller Frauen machen in ihrem Leben Erfahrungen mit körperlicher, sexueller, physischer und/oder psychischer Gewalt. Betroffen sind Frauen aus allen sozialen Schichten und jeden Alters. Die Täter befinden sich meist im engsten Lebensumfeld – häufig ist es der eigene Partner.  Das eigene Zuhause, die eigenen vier Wände, sind statistisch gesehen der allergefährlichste Ort auf der Welt für eine Frau.

Die Zahlen steigen seit 2015 an. Damals wurden die Polizeistatistiken erstmals nach Gewaltdelikten in Beziehungen durchforstet. Seither werden sie jährlich aufgelistet. "Die Zahlen sind schockierend", kommentierte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) den Befund: Im Jahr 2019 sei statistisch betrachtet an fast jedem dritten Tag eine Frau durch die Tat ihres Partners oder Ex-Partners gestorben. Umgerechnet alle 45 Minuten werde eine Frau durch ihren Partner verletzt oder angegriffen.

Fast jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Demnach wurden 2019 insgesamt 141.792 Menschen Opfer von Partnerschaftsgewalt (2018: 140.755). Knapp 115.000 Opfer waren weiblich. Die Statistik erfasste folgende versuchte oder vollendete Delikte gegen Frauen im Jahr 2019:

  • Vorsätzliche, einfache Körperverletzung: 69.012 Fälle

  • Gefährliche Körperverletzung: 11.991 Fälle

  • Bedrohung, Stalking, Nötigung: 28.906 Fälle

  • Freiheitsberaubung: 1514 Fälle

  • Mord und Totschlag: 301 Fälle

Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,1 Prozent weiblich, bei Stalking, Bedrohung und Nötigung in der Partnerschaft sind es 89 Prozent. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung waren 79,5 Prozent der Opfer Frauen und bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen waren es 76,4 Prozent.

Die Fälle von Gewalt in privaten Beziehungen stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an. Experten befürchten nun eine weitere Verschärfung der Lage durch Corona-Stressfaktoren. Räumliche Enge, die durch Arbeitslosigkeit, Schulschließungen und Home-Office entstehen gehöre genauso dazu wie psychische Belastungen durch z. B. Finanzielle Sorgen. Und durch Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen bekommt auch das soziale Umfeld der Betroffenen weniger mit.

Betroffen sind aber nicht nur Erwachsene. Auch Kinder werden Opfer. Und zur Zeit des Lockdowns oder teilweisen Lockdowns gibt es in Kindergärten und Schulen kaum Möglichkeiten entsprechende Verletzungen zu entdecken.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Anrufe beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ deutlich zugenommen. Waren es im vergangenen Jahr noch etwa 850 Beratungen pro Woche sind es seit März dieses Jahres rund 1000 Beratungen wöchentlich. Noch gibt es aber keine verlässlichen Statistiken, ob die Gewalt tatsächlich zugenommen hat. Die erhöhte Anzahl der Beratungen könnte zumindest teilweise auch damit zu erklären sein, dass die Telefonnummer seit der Pandemiekrise bundesweit deutlich bekannter sei oder die Anzeigebereitschaft gestiegen ist.

Die Mehrzahl der Fälle von Gewalt in der Partnerschaft bleibt aber ohnehin im Ungewissen. Da sie meist im Verborgenen, nämlich in der eigenen Wohnung stattfinden, rechnen Experten mit rund 75 bis 80 Prozent nicht gemeldeter Straftaten. Hochgerechnet würde die angenommene Dunkelziffer zusammen mit den gemeldeten Fällen jährlich über eine halbe Million Fälle von häuslicher Beziehungsgewalt bedeuten.

Eine erste repräsentative Studie der TU München dazu kam bereits im Frühsommer zu diesem Ergebnis: Höher sei die Zahl der Opfer sowohl bei Frauen als auch bei Kindern gewesen, wenn sich die Befragten zu Hause in Quarantäne befanden. Selbst die Auswirkungen von Kurzarbeit konnten die Wissenschaftlerinnen als gewaltfördernden Risikofaktor verzeichnen, ebenso Depressionen und Angstzustände.

Nicht in jedem Bundesland seien die Zahlen laut der internationalen Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes" schon gestiegen, dies ließe sich aber erklären: "Frauen haben in der Isolation keinen Raum, um Hilfe anzurufen, weil der Partner permanent da ist und dadurch noch mehr Kontrolle ausüben kann." Zudem seien die Frauenhäuser nicht flächendeckend vorhanden und auch ohne Corona schon an ihren Grenzen angelangt.

Die BPtK (Bundespsychotherapeutenkammer) fordert deshalb zusätzliche öffentliche Mittel, mit denen ungenutzte Hotels und Ferienwohnungen angemietet werden können, um Frauen mit ihren Kindern während der Coronakrise sicher unterbringen zu können. „Die Frauen, die den Mut finden, einen Ausweg aus eskalierender Gewalt in ihren Familien zu suchen, dürfen nicht abgewiesen werden“, sagt BPtK-Präsident Munz. Dafür müssten die Beratungsstellen und Frauenhäuser verlässlich finanziert und die Mitarbeiterinnen als systemrelevant eingestuft werden.

In der häuslichen Isolation konnten viele Frauen und Mädchen sich nicht mehr selbst schützen - und nur schwer durch Behörden oder nichtstaatliche Organisationen Hilfe holen, stellen auch die Vereinten Nationen (UN) fest: "Berichte über Gewalt gegen Frauen haben weltweit zugenommen, als weitreichende Auflagen sie zwangen, sich mit ihren Peinigern dauerhaft am gleichen Ort aufzuhalten - häufig mit tragischen Folgen", heißt es in einem Bericht der UN-Gleichstellungseinheit "UN Women".

Ein von der Europäischen Polizeiakademie CEPOL herausgegebener Bericht über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Strafverfolgung häuslicher Gewalttaten stellt fest: Fast der Hälfte der befragten Polizeibehörden in 21 EU-Staaten sei es schwerer gefallen, mit Opfern, Tätern und Zeugen überhaupt in Kontakt zu kommen. Die Ermittlungen dauerten dadurch länger, Täter blieben länger unbestraft.

Ein weiteres Problem sei auch die Rechtsprechung bei derartigen Straftaten. Viele Richter beziehen sich in ihrer Argumentation auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2008. Das Gericht stellte damals in einem Trennungstötungsfall weder Heimtücke noch niedere Beweggründe fest - beides Voraussetzungen, um ein Urteil wegen Mordes auszusprechen. Stattdessen befand das Gericht, dass "die Trennung von dem Tatopfer ausging und der Angeklagte durch die Tat sich dessen beraubt, was er eigentlich nicht verlieren will". Das Problem an dieser Formulierung sei, sagt Leonie Steinl vom Deutschen Juristinnenbund, dass dadurch "eine Form der Opferbeschuldigung" manifestiert werde. Das Urteil akzeptiere damit auch das Argument, dass eine "Frau getötet wird, weil der Täter ihr nicht zugesteht, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen". Ein solches Verbrechen sei aber eine Konsequenz aus "Besitzansprüchen und Ungerechtigkeiten auf Grund des Geschlechts". Das sei die Definition eines Femizids, sagt Steinl.

Im Grunde sei das das selbe Prinzip wie im Fall der sogenannten Ehrenmorde, wenn Mädchen oder Frauen von ihren Verwandten umgebracht werden, weil sie scheinbare Unehre über die Familie gebracht haben. Patriarchalische Besitzansprüche würden in beiden Fällen gelten: bei Ehrenmorden und bei der Tötung eines Partners aus Eifersucht. "Wenn wir uns aber die Rechtsprechung anschauen sehen wir, dass in Deutschland Ehrenmorde in einen anderen sozialen Kontext eingeordnet und härter bestraft werden", sagt Steinl. Femizide würden in Deutschland viel eher als Problem anerkannt, wenn sie sich vermeintlich exklusiv bei religiösen oder ethnischen Minderheiten verorten ließen.

Steinl weist noch auf ein weiteres Problem hin: "Wenn ein Mann seine Partnerin oder Expartnerin tötet, weil diese ihn verlassen will oder schon verlassen hat, dann sollte das als Mord gewertet werden. Denn er handelt aus einem geschlechtsbezogenen Motiv des Besitzanspruches heraus und das verletzt die menschliche Würde."

Deutschland möchte eine Vorreiterrolle im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt einnehmen, hinkt aber leider eher hinterher", sagt Leonie Steinl. "Viele in Deutschland denken bei Femiziden - soweit sie mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen können - ausschließlich an die Taten in Mexiko, wo Frauen entführt, vergewaltigt, getötet und verstümmelt werden.

Während in anderen Ländern bereits tausende Menschen auf den Straßen gegen Femizide protestiert haben, ist eine breite Mobilisierung für das Thema in Deutschland bisher nicht gelungen", sagt Steinl. In diesem Punkt könne Deutschland noch viel von anderen Ländern lernen.


Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr und in 17 Sprachen erreichbar: 08000 116 016.


Das bundesweite Beratungsangebot bietet auch Online-Beratung und Sofort-Chats an, den wir im Rahmen unserer Recherche, nach einem vorherigen Telefongespräch ausprobiert haben - es funktioniert !!!

Mit nur einem Klick zum Sofort Hilfe Chat


Und aus eigener Erfahrung noch ein ein Hinweis:

Auch ein "Nicht-weg-sehen-und-melden" durch Bekannte, Nachbarn, Freunde und Verwandte kann helfen.




58...kein Grund für Glückwünsche, sondern Zeit einmal DANKE zu sagen.




 


Tja, nun isses soweit, auch ich nähere mich der magischen 60ger Schwelle. KEIN Grund für Glückwünsche, Das passiert einfach so. Ja. Älter werden wir alles von ganz alleine, ohne unser Zutun.

Trotzdem. Die 58 WAR mal weit weg, und nun kommt sie mit riesen Schritten immer näher. „Wenn man älter wird, vergeht die Zeit schneller“...sagte nicht nur meine seelige Mutter sondern auch viele andere haben mir das gesagt. Damals war ich 27, hatte mit meiner damaligen Frau mein eigenes Haus und die Welt lag mir zu Füßen.

Heute, also mit exakt 58, kann ich meine Füße – wegen meines Bauches – kaum noch sehen, ok ok, bin ich selbst dran schuld, ist ja auch ein anderes Thema.

Tja, nun bin ich seit einigen Stunden 58, habe keine eigenen Kinder...und die Zeit läuft gefühlt wirklich schneller. Das hängt aber oft damit zusammen dass ältere Menschen täglich weniger neue Eindrücke kennen lernen. Logisch, oder? War doch alles schon mal da. Irgendwie. Es kommt nicht mehr viel Neues auf die Festplatte zwischen den Ohren. Jedenfalls nichts was das abspeichern wert ist. Oder vielleicht doch?

Irgendwie schon. Gerade in den letzten Monaten habe ich mit meinen 58 nochmals eine neue Stufe der menschlischen Endtäuschungen lernen müssen weil ich eben so einen Typus Mensch vorher nicht kannte. Ok, neue Erfahrung, sorgt für ne neue Schublade mit dem Schild „Vergessen“

Ach ja, und dann gibt es noch eine weitere neue Schublade mit dem Schild „Flocke“. Ich hab Zeitlebens Tiere um mich gehabt. Aber noch nie einen „eigenen“ Hund...und der bringt Stimmung in die Bude, der bringt täglich neue Erlebnisse....


...ebenso wie die Frau an meiner Seite, mit welcher ich seit nunmehr über 5 Jahren Tisch und Bett teile. Und ohne ihren Rückenwind, hätte ich diese Zeilen gar nicht schreiben können

Und deshalb läuft die Zeit für mich die Zeit nicht mehr ganz so schnell. Weil eben jeden Tag neues auf Festplatte zwischen meinen Ohren abgespeichert wird.

Höchste Zeit einmal Danke zu sagen. Höchste Zeit meiner Schwester Betty nebst Schwager Gerd, ebenso wie meinen langjährigen und echten Freunden Inge, Udo, Thomas, Katja und Stefan Danke zu sagen. Danke für Eure Unterstützung in meinen schwersten Zeit.


Vor allem aber höchste Zeit meiner Liebsten Sylvia dafür zu danken, dass sie einfach nur "DA" ist... egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.  

 

Sylvia, hab vielen Dank für Deinen Rückenwind...





Wir schreiben eigene Regeln, weil wir selbst der höchste, der höchste Lebens-Einsatz sind...

 

 

Vielleicht haben Auch SIE irgendeinen Menschen bei dem es Zeit einmal DANKE zu sagen.....wenn nicht jetzt, wann dann?


 


Ein großes Übel sind wir wohl los...

und "den Rest" überstehen wir auch noch

Haben Sie es auch gehört? Dieses weltweite Erdbeben in den letzten Tagen? Es waren Steine, Brocken, kleine Gebirgszüge, die den Menschen in der ganzen Welt vom Herzen gepoltert sind als sie (wir) die erste Rede vom zukünftigen US-Präsi Joe Biden hörten.

Da sprach ein Mensch mit ruhiger Stimme, er rief zur Versöhnung auf, und er sprach ohne dabei die Zuhörer aufzustacheln.

Joe Biden sprach ohne sein Gesicht zu einer Fratze zu verziehen und ohne eine seiner Hände wie von einem Krampf gezeichnet in die Luft zu halten.

Alles Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, welche jedoch seit dem 3. November 2016 in den USA - und in Folge davon weltweit - verloren gingen. Ok, noch isser nicht weg, aber wie die Amis Donald aus dem Weissen Haus bekommen, ist letztendlich deren Problem, aber das werden sie schaffen. Also, DIESES große Übel wird in 2021 Geschichte sein... Wir entschuldigen uns für die Unschärfe des Videos. Allerdings passt auch DAS schon wieder zu Trump...alles im Unscharfen lassen...naja, vorbei.

 

Quelle: Klaus Kiesewalter / Sorry die geringe Qualität

Ok... kurz durchatmen, Gläschen Wein, Tasse Kaffee, was auch immer...Aber da war doch noch was......

Kommen wir zum obengenannten "REST", den wir auch noch überstehen. 
Ja die Zeiten sind...nein nicht "Hart"...die derzeitige Situation ist für die meisten Menschen bedrohlich.

Ja die Zeiten sind...nein nicht "Hart". Die Zeiten sind grade einfach nur SCHEISSE.  Ja, und zwar SCHEISSE ³.

Vielleicht muss ich "³" noch mal erklären. Also "3³" bedeutet 3*3 also 27. Der Begriff "Scheisse³" bedeutet also....naja, jedenfalls ne Menge, ne ganze Menge von ...naja...lassen wir das. Ist eben alles Blöd zur Zeit. Und zwar Blöd ³.

Der November ist eh schon grau in grau - für mich als Mensch mit Deressionen seit Jahrzehnten DER Horror schlecht hin. Ich hab für mich die letzten Jahre wenigstens ab und an auf den Weihnachtsmärkten ein bisschen positive Stimmung eingefangen.

Im Dezember gingen dann auch wir auf Schoppingtour in Kiel, Schleswig, Eckernförde, Lübeck, Neumünster, Heide, Husum ...wo auch immer.

In 2020 machen wir das nicht mehr. Wir sind beide Ende 50, haben hohen Blutdruck und beide (gewichtsmäßig) jeder für sich 1-2 Kisten Bier zuviel auf den Rippen...wie gesagt: Vom Gewicht her und insgesamt also "Risikopatienten".

Deshalb geht bei uns in 2020 alle paar Tage die Hausklingel. Ja...wir geben es zu. Wir haben das Online-Shopping für uns entdeckt, inkl. Bestellungen für Vitamin D. Wir gehen nur noch für´s Einkaufen der "Dinge des täglichen Bedarfs" vor die Tür.

"Dinge des täglichen Bedarfs"...was für ein schwammiger Begriff. Ist aber auch wurscht, weil ...naja, wir mögen eigentlich kaum noch vor die Tür gehen.Brauchen wir aber auch nicht wirklich. Denn wir haben schon seit vielen Jahrzehnten unsere Hobby´s...die da wären Modellbau und Puzzeln.

Und da wir vorerst eh keinen Besuch haben werden (nein auch an Weihnachten nicht), haben wir kurzerhand den Ess- zum Puzzletisch umdeklariert und daneben auch noch einen kleinen Schreib-Basteltisch aufgestellt.

Und wenn wir mal gar keinen Bock auf Nichts haben...dann schauen wir uns solche Video´s und lassen unsere Gedanken treiben...

Stichwort "Malen mit Sand"



In diesem Sinne, bleiben auch Sie zu Hause, vermeiden direkte Kontakte wo es nur geht, und...BLEIBEN SIE GESUND

Dann schaffen wir gemeinsam auch "den Rest"

 


       Moment mal...es ist heute der 11. 11. 2020 ... Aber STOPP der 11.11. 2020 ist anders 

Der 11.11.2020 ist ein Moment zum Zuhören...

Und wer passt dazu besser als Bernd Stelter...

Wir wünschen Ihnen ein paar schöne Minuten....            



Spezielles aus dem

Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten 

Die ganze Welt schaut in diesen Tagen auf die USA. Auf das Land, welches seit vielen Jahrzehnten für sich in Anspruch nimmt, allen Völkern der Welt die selbe zu erklären, und dabei immer wieder und gerade zur Zeit zeigt, wie man Demokratie mit Füßen treten kann.

Ich persönlich kenne dieses Lied schon seit langem und kenne auch den Inhalt des Textes...

Es handelt sich um ein Musikvideo von „Foster The People“. Die Studentenband machte bei einem  lokalen Radiosender im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten seinerzeit mit dem Lied „Pumped Up Kicks“ auf sich aufmerksam, welches sich seinerzeit 2010 hauptsächlich in Deutschland  zu einem der Sommerhits entwickelte.

Wobei die Allermeisten Höhrer hier zu Lande nur „Hörten“ aber nicht „Verstanden“


Der eingängige Refrain und der poppige Upbeat-Rhythmus stehen nämlich im totalen Gegensatz zum düsteren Text, in dem es um einen Jugendlichen geht, der eine Amoklauffantasie hat und seinen potenziellen Opfern empfiehlt, vor den Kugeln seiner Waffe wegzulaufen.

Mit dem häufig leider missverstandenen Lied wollte die Band ein Zeichen gegen Jugendgewalt setzen.

Hier die Übersetzung des Textes eines akustisch durchaus gängigen Liedes.

Pumped Up Kicks Lyrics Übersetzung

Robert hat eine schnelle Hand
Er wird sich im Raum umschauen, er wird euch seinen Plan nicht verraten
Er hat eine gedrehte Zigarette aus seinem Mund hängen; er ist ein Cowboy-Kid
Yeah, er fand eine Waffe mit sechs Schuss
im Schrank seines Vaters, in einer Box voller lustiger Dinge, und ich weiß nicht mal was
Aber er kommt euch holen, yeah er kommt euch holen

Chorus:

All die anderen Kinder, mit ihren teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, weg vor meiner Waffe
All die anderen Kinder, mit ihren teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, schneller als meine Kugel
All die anderen Kinder, mit ihren teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, weg vor meiner Waffe
All die anderen Kinder, mit ihren teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, schneller als meine Kugel

Papa arbeitet den ganzen Tag lang
Er wird spät nach Hause kommen, yeah er kommt spät nach Hause
Und er bringt mir eine Überraschung mit
Weil's Abendbrot ist in der Küche und es ist verpackt in Eis
Ich habe lange gewartet
Yeah die Schwächlichkeit meiner Hand ist nun ein schneller Abzug
Ich überlege mit meiner Zigarette
Und sage deine Haare brennen, Du musst deinen Verstand verloren haben, yeah

Chorus:

All die anderen Kinder, mit ihrem teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, weg von meiner Waffe
All die anderen Kinder, mit ihrem teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, schneller als meine Kugel
All die anderen Kinder, mit ihrem teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, weg von meiner Waffe
All die anderen Kinder, mit ihrem teuren Tretern,
Ihr rennt besser weg, besser weg, schneller als meine Kugel

Seit damals hat man von der Band nichts mehr gehört.......



Höchste Zeit für Schwarm-Intelligenz

Ist der Mensch als solcher nicht mehr lernfähig?

Oh man, meine Frau und ich waren heute einkaufen. Nichts großes, keine Feier mit Oma Meyer, und auch ansonsten ist in diesen Zeit kein besonderer Besuch geplant. Machen wir sowieso nicht. Wir sind nicht die großen Feierhelden, weswegen uns zuletzt nicht viel fehlte und auch die nächsten , wie „Mutti“ es gestern im Bundestag nannte, „4 schweren Monate“ nichts fehlen wird. Zumindest nicht viel, denn eine Tasse Kaffe trinken oder schön Essen gehen, das fehlt uns schon. Aber immer die Maske dabei...ne, ne, ne. Dat mache ich nicht mit. Und ich trage mich mit dem Gedanken demnächst des öfteren meine Frau mal zu bekochen.

Wir müssten nur im Vorwege vielleicht noch mal klären, wer die Küche hinterher aufräumt, aber das ist ein anderes Thema.

Aber Kochen braucht Material, und das bedeutet EINKAUFEN. Wir waren heute in Kropp und in Erfde in den „üblichen Verdächtigen-Geschäften“ einkaufen. Natürlich weiss ich inzwischen, dass der 31. Oktober seit 2018 auch in Schleswig-Holstein ein offizieller Feiertag ist – meine Liebste hat es mir heute erzählt. Ich kannte bisher den Reformationstag nur als Feiertag der neuen Bundesländer, ganz einfach, weil die „Ossis“ dann immer in Schwärmen in Lübeck eingekauft haben und nichts mehr ging.

Stichwort „Nichts mehr ging“. Genau DAS haben wir heute in Erfde und Kropp erlebt. Wobei ich denke, dass das diesmal nicht viel mit dem Feiertag morgen zu tun hat, sondern eher damit, dass halt die nächsten Wochen – vielleicht sogar Monate – die Coronaschrauben wieder angezogen werden.

Und prompt glaubt die halbe Bevölkerung „Oh Gott mich graut, ich werde nichts mehr zum Essen bekommen, nichts zu trinken, kein Klopapier. Wir nässen uns ein oder müssen auf die Wiese gehen.“

Leute. Das Frühjahr hat uns doch allen gezeigt, dass wir im Versorgungsbereich keine Engpässe haben. Wir haben keinen Krieg und kein Lagerzentrum oder Discounter liegt in Trümmern. Auch Essenmarken werden wir nicht haben... kommt doch mal runter, von dem Baum auf den Ihr – warum auch immer – geklettert seid.

Herdenimmunität – was für ein Scheiss-Wort. Also noch mal: Herdenimmunität gegen Corona werden wir nicht bekommen. Aber ein bisschen, nur ein ganz kleines bisschen Schwarm-Intelligenz. Das wäre in Zeiten wie diesen gar nicht so schlecht.

Für alle Verschwörungsfuzzi´s sei es noch mal ventiliert. Ich rede nicht von Rattenfängertum, von Menschen, die alles leugnen und damit sich und andere gefährden.

Ich rede von Intelligenz die im Schwarm auftritt. Ich rede von wirklich intelligenten Wesen, welche sich Gedanken machen und sich an Regeln halten,  und damit auch den kleinen Läden/Geschäften/Firmen, den Kneipen, den Gastronomen und Kulturschaffenden ermöglichen, ihre Arbeit durchführen zu dürfen.

Zumindest was Kneipen, Restaurants und Kulturschaffende angeht, wird das vorerst nicht mehr möglich sein. Eben weil die Zahlen für sich sprechen.

Also...höchste Zeit sich mal selbst für einige Wochen zurück zu nehmen, damit es am Ende allen wieder besser geht.


Höchste Zeit für Schwarm-Intelligenz im positiven Sinn. Denn die Sardinen sind seit Jahrmillionen am Leben,  weil sie der Schwarm-Intelligenz folgen, sich aber nicht in den Netzen der Rattenfänger verfangen...

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund.


BER ... Auweia... Also uns fällt dazu nichts mehr ein...

und wir haben schon eine ganze Menge Phantasie


 


Einfach mal die Luft anhalten


Eines in aller Freundschaft vorab: Ich rede gleich nicht von den Vereinen, in denen alles geregelt ist. Ich rede auch nicht von den Vereinen, in denen der anstehende Generationswechsel quasi in trockenen Tüchern ist. Ich rede vielmehr von Vereinen und Organisationen, in denen die Nachfolge nicht absehbar ist, und welche zum Teil für die Allgemeinheit extremst wichtig sind und mitunter auch ganze Wirtschaftszweige vertreten.

In Zeiten wie diesen, in denen uns tagtäglich neue Horrorzahlen (Corona), neue Berichte über Dinge, welche viel zu viele von uns noch immer nicht verstehen, begreifen oder nicht wahr haben wollen (rechte Tendenzen) und in Zeiten, in denen den Vereinen und Gesellschaften die "Ehrenamtler" verloren gehen erlaube ich mir ein paar offene, vielleicht ZU offene Worte.

Also in Zeiten, in denen niemand mehr - ohne irgendwelche Hintergedanken zu haben und evtl. eigene Machtspielchen zu betreiben - Verantwortung übernehmen will....was bleibt einem da?

Nur die Musik. Am Besten Mukke aus alten Zeiten von alten Herren.

Denn deren Musik hat Jahrzehnte überlebt... .

Aber an viele der heutigen überall allgegenwärtigen "Strippenzieher" wird sich in 5 Jahren niemand mehr erinnern.... 

Musik lebt sehr viel länger als irgendwelche manupulativen Menschen, welche der Meinung sind, ihre eigenen Eitelkeiten pflegen zu müssen, anstatt das EHRENAMT mit dem zu füllen, was es verdient hat. Nähmlich mit der EHRE der Allgemeinheit zu helfen bzw. zu dienen, anstatt irgendwelche eigenen Interessen zu verfolgen und andere Menschen manipulieren zu wollen.

Ich wiederhole mich gern.

Ich rede nicht von den Vereinen, in denen alles bestens läuft und evtl. sogar die Nachfolge bzw. der Generationswechsel lange geplant und vielleicht auch schon geregelt ist. Ich rede vielmehr von den Vereinen und Wirtschaftsverbänden, die um ihren Fortbestand kämpfen....

"Och nö, wenn DER oder DIE sich zur Wahl stellt, dann mache ich nicht mit, dann trete ich nicht an" ....

Wie schon angedeutet..... an gute Musik....erinnern sich Menschen auch nach vielen Jahrzehnten noch....

...an falsche Spielchen mit schrägen Tönen aber nicht.....

"NUR" Musik? Ja, denn manchmal sind mehr als ein paar schräge Töne Eurer Erinnerungen nicht wert

Sollte ich mir jetzt die Schnauze verbrannt haben, ist es mir auch wurscht, weil es einigen Menschen scheinbar auch wurscht ist, dass so eine schöne Gemeinde wie Kropp Menschen braucht, die eben nicht an eigene Geschäfte, Umsatzzahlen, eigene Befindlichkeiten und eigene Interessen denken....



"NUR" Musik? Ja, denn manchmal sind mehr als ein paar schräge Töne Eurer Erinnerungen nicht wert...

Die entsprechenden Leute werden sich jetzt vielleicht angesprochen fühlen.....   Was ist Euch wichtiger?

Nein...ICH gebe Euch keine Alternativantworten.

DIE müsst IHR im Sinne der Allgemeinheit und der Gemeinde Kropp schon selbst finden...



Fünf Besuche beim Hund im Tierheim

 letztendlich für die Katz

 

Tierwohl geht anders ...

Wir wollten auf den Hund kommen. Mal wieder, denn nach sieben Hunden und mehreren Katzen sollte eigentlich kein Tier mehr ins Haus.    

Aber ganz langsam dämmerte es: Uns fehlte was, so für unseren Alltag als Freiberufler und Früh-Pensionär. Ein Wesen, welches einem morgen fröhlich in die Augen sieht. Ein Wesen, welches ganz schnell merkt, was mit einem los ist und ein Wesen, welches einem ganz viel zurück gibt.

Nein, nein. EIN Mann reicht mir. Was hier fehlt um unser Leben zu bereichern ist ein Hund.

Keine noch so schönen Urlaubserinnerungen sind so wertvoll wie die Liebe und das Vertrauen eines Tieres. Und mit diesem Entschluss und dem Zugeständnis, dass man mit der Ausrede „ich will kein Tier mehr, ich möchte lieber was erleben“ die ganze Zeit sich selbst belogen hat, begann die Suche. Schließlich haben mein Mann und ich in unserer beider Leben mit insgesamt 7 lieben Hunden und 6 Katzen reichlich Haustiererfahrung

Ein hübscher Hund war schnell gefunden. Aber dann: „Der Hund ist noch in Griechenland“, hieß es. „Wenn Sie sich für ihn entschieden haben, schaue ich mir Ihr Zuhause an und schicke eine Nachricht an den Tierschutz in Griechenland. Dann bekommen Sie Bescheid, wann Sie den Hund am Hamburger Flughafen abholen können.“

Noch mal zum Verstehen: Ein junger Hund wird von den einzigen Menschen, die er kennt und denen er vertraut mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt, in eine Kiste gesteckt, im Transportraum eines Fliegers von Griechenland nach Deutschland gebracht und am Hamburger Flughafen von vollkommen Fremden in Empfang genommen. Klar soweit? Ehrlich, das geht gar nicht.

Also erst einmal klug gemacht und festgestellt, dass es bei den Auslandstierschützern tatsächlich so üblich ist. Es sei denn, der Hund hatte Glück und bereits in Deutschland eine Pflegefamilie gefunden. Doch das scheint bei der großen Zahl an Auslandshunden nicht mehr für jedes Tier möglich zu sein. Und dann das Thema „Mittelmeerhund“.

Dafür tätigten wir einen Anruf bei einem Tierarzt. Dort wurden wir aufgeklärt, dass es verschiedene Arten von Mittelmeerkrankheiten gibt. Sie sind nicht unbedingt tödlich, aber qualvoll für das Tier und müssen ein Leben lang behandelt werden. Gut, diese Krankheiten müssen nicht ausbrechen, aber wenn, dann wird das für die Hundebesitzer nervenaufreibend. Denn man zeige mir den Hund, der selbst die kleinste Tablette nicht in einem riesigen Napf von Hundefutter und Flocken findet und herausfischt.

Also weiter suchen. Tierschützer in Deutschland kümmern sich doch auch um heimische Hunde, oder? Weit gefehlt. Der einzige Unterschied, die Hunde sind bereits in Deutschland. Wir wollten einen davon kennenlernen, weil er uns gefiel. Und dann die übliche Nachricht: Der Hund war aus Spanien. Vielen Dank, dann suchen wir eben weiter.

Jetzt war die Suche bei den umliegenden Tierheimen aktuell. Da man aufgrund von Corona nicht mal einfach einen Besuch abstatten kann, mussten Internet und Telefon herhalten. Der erste Hund war aus Ungarn, der zweite aus Polen. Der dritte Hund war endlich tatsächlich heimisch. Beim Telefonat erfuhren wir dann, dass er bereits ein Kind angegriffen und seine Pflegerin gebissen hat.

Jetzt hatte sich unser Suchkreis schon sehr ausgeweitet. In einem Tierheim in der ostholsteinischen Schweiz fanden wir noch einen jungen, hübschen Rüden. Bei dem entsprechenden Telefonat sagte man uns, dass er sehr ängstlich sei. Er könne nichts und man hätte ein halbes Jahr gebraucht um ihn überhaupt an die Leine zu gewöhnen. Zitat: „Er hat in Ungarn kein gutes Leben gehabt.“ Bingo...hatten wir doch schon..

Ein paar Tage später in einem Tierheim in der Nähe eine Hündin, die wir schon aufgrund des Fotos und der kurzen Beschreibung unbedingt kennenlernen wollten. 

Drei Tage lang versuchten wir zu allen möglichen Zeiten jemanden im Tierheim telefonisch zu erreichen. Vergebens. Dann schrieben wir eine Mail. Wir gaben eine kurze Beschreibung von uns, unserer Hundeerfahrung und unserer Umgebung an und baten um einen Termin. Die Antwort war bereits am nächsten Tag da. Man schickte uns einen Interessentenbogen. Sehr viele persönliche Angaben, Hundeerfahrung und der Hund, für den wir uns interessierten, waren darin gefragt. Sowas kannten wir auch schon von unseren vorherigen Hunden...alles gut. Noch am selben Abend sandten wir ihn ausgefüllt per Mail zurück.

Am nächsten Tag sahen wir auf dem Telefon eine fremde Nummer, hatten aber leider keine Nachricht auf dem AB. Stattdessen eine weitere Mail mit dem Hinweis, dass sie uns telefonisch nicht erreichen konnten und gern einen Termin mit uns machen würden. Also ran ans Telefon und angerufen. Es war an einem Freitag-Nachmittag gegen 14:30 Uhr – also während der auf der Website angegebenen Bürozeiten.

Es ging keiner ran. DAS sollten wir in der Folge noch mehrmals erleben. Am nächsten Mittag noch einmal versucht, wieder nichts. Nach drei weiteren Emails hatten wir dann endlich den ersten Termin um „Kaira“ zu sehen.

Das Treffen fand auf einer umzäunten Wiese auf dem Tierheimgelände statt. Kaira war an einer langen Lauf-Leine, die auf dem Boden hinter ihr her schliff. Laut Aussage der Trainerin war der Grund dafür, dass Kaira sonst schwer wieder einzufangen sei. Wir erfuhren einiges über diese junge Hündin. Unter anderem, dass sie noch so gut wie keine Befehle kannte. Blieben wir am Anfang von ihr vollkommen unbeachtet, so wurden doch schon nach wenigen Minuten die Kreise um uns immer enger und sie holte sich ihre ersten Streicheleinheiten. Wir spielten mit ihr, und sie nutzte die Gelegenheit um uns auch mal anzustupsen. Als sie in ihren Zwinger zurück musste, drehte sie sich auf dem Weg dorthin noch ein paar mal zu uns um.

Wir waren uns an dem Tag schon sicher – die oder keine. Drei Tage später hatten wir den ersten Termin für einen Spaziergang. Kaira zeigte uns ihre ganze Kraft, war aber ansonsten sehr ruhig, wenn auch situationsbedingt etwas angespannt. Es hieß, sie sei leinenaggressiv gegenüber Artgenossen.    Wir hatten gleich am ersten Tag eine solche Situation. Sie wollte zwar hin und stieg auch, so dass man sie mit festem Griff packen musste, aber aggressiv geht anders. Sie hat nicht mal gebellt und hat sich an uns geschmiegt, hatte also jetzt bereits Vertrauen zu uns.


Wir hatten die folgenden Termine bewusst täglich gelegt, weil wir so gehofft hatten, alles schnell voran treiben zu können. Also gingen wir am nächsten Tag wieder mit ihr spazieren. Auf einem Parkplatz spielten wir ein bisschen mit ihr. Dabei bemerkten wir, dass sie uns immer im Auge behielt.

Der nächste Termin begann mit einer freudigen Überraschung. Als Kaira geholt wurde, stürmte sie direkt auf mich zu. Ich ging an diesem Tag allein mit ihr spazieren und erlebte einen völlig anderen Hund. Sie war entspannt, ging im Wald immer in einem so kurzen Abstand, dass die Leine kaum gespannt war.

Als ich Kaira abgab, sah ich noch einmal zurück. Kaira stand immer noch wie angewurzelt dort und sah mir nach. Die junge Frau bekam sie  nicht zurück in den Hundetrakt...sie wollte zu mir und meinem Mann.

Im Büro erhielt ich wieder einmal die üblichen Antworten. Die Tierheimleiterin sei unterwegs und sie würde entscheiden. Üblich seien fünf bis acht (!!) Termine zum Spazierengehen. Doch wenn es uns jetzt schon reichen würde, wäre das auch gut. Uns hatte es schon beim ersten mal gereicht. Das gab ich deutlich zu verstehen. Aber die Chefin sei diese Woche voll ausgelastet. „Ich lege ihr einen Zettel hin. Wenn Sie Glück haben, bekommen sie noch nächste Woche einen Termin zur Besichtigung“, hieß es.

Ich war auf 180. „Das würde bedeuten, entweder wir fahren noch mal ein bis zwei Wochen jeden Tag hierher, oder wir fangen hinterher wieder von vorn an. „Das ist doch wohl nicht ihr Ernst. Und wieso gibt es hier niemanden, der uns sagen kann, ob wir überhaupt eine Chance auf Kaira haben?“ „Das macht alles die Chefin. Und die ist zur Zeit sehr ausgelastet.“

Nur ein Endscheidungsträger??? Keine Vertretung? Da ist ja jeder Dorfverein besser organisiert,“ war der Kommentar von meinem Mann.

Wir haben später noch einmal versucht anzurufen. Aber wie immer – keiner ging ran. In einer Mail haben wir dann unseren Frust ein wenig Raum gegeben. Wir wollten doch nur wissen, woran wir sind.

Die Antwort war wie üblich am nächsten Tag da. Wenigsten dass funktionierte. Es hieß: „Wir können Sie gut verstehen, sind aber wegen Corona total überlastet. Wir haben die Besichtigung bei Ihnen für Anfang nächster Woche vorgesehen...bla, bla, blaWozu Corona alles herhalten muss...

Es gab eine schlaflose Nacht und viele Tränen. Zu sehr hatten wir, Kaira schon ins Herz geschlossen. Doch dann hatten wir uns entschieden: Wir sagen den nächsten Termin und damit auch Kaira ab.

Wir hatten uns bewusst ein Tierheim in der Nähe gesucht, weil wir wussten, dass manchmal ein paar Fahrten nötig seien. Doch das reichte in diesem Tierheim schein bar nicht.

Um es deutlich zu sagen: Ich bewundere die Arbeit der Tierschützer und finde es eher bedauerlich, dass sie in einem solchen Ausmaß überhaupt nötig ist. Aber müssen wir zum einem wirklich jeden Hund aus jedem Land nach Deutschland holen um ihn zu retten?

Es ist doch kein Wunder, wenn Tierheime überfüllt sind. Die Arbeit besonders mit Hunden wird oft unterschätzt. Und wenn das zu viel wird, geht das Tier zurück ans Tierheim. Aber gerade dann ist es wichtig, dass auch Tierheime neue Wege gehen. Ein oder zwei Besuche um das Tier kennenzulernen, dann die Hausbesichtigung und dann gerne noch ein paar weitere Termine zwischen Tier und neuem Besitzer. So wäre es richtig.

Und wenn selbst das zu viel ist, dann gibt es in Zeiten des Internets auch noch Google maps. Dort kann man die Grundstücke wirklich sehr gut erkennen. Fotos und Videos würden auch helfen (Haben wir übrigens angeboten, aber man ist überhaupt nicht darauf eingegangen). Ein Kontrollbesuch nach wenigen Wochen wäre dann absolut in Ordnung.

Und eines noch: Es ist an der Zeit, dass auch die Tierheime ihre Ansprüche zu überdenken. Wenn jemand auf seinem nicht komplett hoch genug eingezäunten Grundstück schon einige Hunde gehalten hat, dann sind Ansagen wie: „Auch wenn Sie meinen, der Hund könne das lernen – das interessiert uns nicht. Der Zaun muss höher und komplett um das Grundstück“ voll daneben.

Einem Tierschützer steht es nicht zu, durch seine Ansprüche über Mensch und Tier zu stehen und damit dem Tier ein schönes Leben zu verderben. Tiere haben andere Ansprüche: Sie wollen Liebe und Vertrauen von ihren Menschen, und sie wollen auch Liebe und Vertrauen ihrem Menschen schenken. Nur das zählt.

Ob es in diesem Tierheim auch so gekommen wäre (unser Grundstück ist nicht komplett eingezäunt, aber von einer 3m hohen Hecke dicht umwachsen), weiß ich nicht. Wir haben Kaira und uns zuliebe die Reißleine gezogen, bevor die Verbindung zwischen uns zu tief wurde. 

Und für mich stellt sich nur noch eine Frage: Ist das alles wirklich noch zum Wohle des Tieres?

Come on Dream on Dream Baby Dream....


Nachtrag: Das alles ist nun schon ca. 8 Wochen her….Kaira wartet noch immer auf der Seite der Tierheimes in einer Stadt im Landkreis Schleswig-Flensburg

Anmerkung: Wir haben bewusst das Tierheim nicht direkt genannt und auch den Namen des Hundes abgeändert.

 Hobby´s in Corona-Zeiten

Trotz aller Einschränkungen können wir alle doch etwas tun...für UNS selbst tun, von zu Hause aus, ohne irgendwelche Strandparty´s zu feiern bzw. in andere Länder zu reisen zu müssen und nach der Rückkehr andere Menschen zu gefährden.

Zum Beispiel lang gelebte Hobby´s verstärkt ausüben. Bei uns bedeutet das, Modellflug zu betreiben. Und wenn ich UNS sage, meine ich auch UNS...meine Frau und ich haben beide Spaß an diesem Hobby, an welches mich mein Vater 1970 herangeführt hat.

Ja, ich hab mich damals nie geprügelt, hab keine Oma´s überfallen und auch keine Mülltonnen angesteckt.

Jepp 50 Jahre Modellflug...mein ganz persönliches Jubiläum in diesen ganz speziellen Zeiten mit einem privaten Grillabend auf Terasse und einigen alten Fotos.


Dieses Video wurde unter Beachtung der Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO) und der Luftverkehrsordnung (LuftVo/Stand 2019) erstellt. Entsprechende VS- und Kenntnisnachweise sind belegbar vorhanden. Ebenso wurde die max. erlaubte Höhe von max. 30m durch GPS-Telemetrie überwacht und eingehalten.

Vielen Dank an dieser Stelle an den TSV-Kropp   e.V. für die Erlaubnis, auf dem Vereinsgelände fliegen und filmen zu dürfen.

Vielleicht bin ich im Jahr 2020 ein Sonderfall, oder war es schon immer. Aber ich hatte und habe durch mein Hobby niemals Langeweile...und so ist uns auch das sogenannte „Corona-Loch“ - an dem einige Menschen in meinem Umfeld litten / leiden erspart geblieben...denn irgendwas geht immer.

Und um mit den Worten einer bekannten Quizsendung zu sprechen:

Wussten Sie eigentlich dass der Weltmarktführer im Bereich RC-Modellbau seine Europa-Zentrale in Hamburg-Barsbüttel hat?

Überleben...

Zunächst mal eines ganz deutlich vorweg: Für unsere Eltern (Jahrgänge 1921 bis 1935) und viele andere Menschen hatte - und hat -  das Wort "überleben", eine ganz andere Bedeutung als es heute inflationär viel zu oft in den Mund genommen und im Zwiefelsfall auch fehl gedeutet wird.

Und nun zum eigentlichen Thema:

Am Horizont lauert eine zweite Corona-Welle darauf endlich wieder zuzuschlagen. Wenn wir alle uns im Alltag nicht zusammenreißen, wird sie erneut über uns hereinbrechen und unser bisheriges Leben noch einmal verändern.

Mieterhöhungen, Kopftuch tragen, Mund-Nasen-Masken, Hygienemaßnahmen, Abstandregeln – das alles soll soweit wie möglich gesetzlich geregelt werden. Bei Verstößen gibt es Straf- und Bußgelder. Wieso muss dass so sein? Wieso schaffen wir es nicht, als Gesellschaft Disziplin zu halten und Vernunft walten zu lassen? Wo sind die Preußischen Tugenden Ordnung und Fleiß geblieben, für die Deutschland einst berühmt war?

Geht es schon wieder nur noch um Urlaub, Spaß haben Jippie,Jippie ay hey?

In einigen Städten muss ein Verstoß gegen die Maskenpflicht teuer bezahlt werden. Und das ist gut so. Ein gutes Geschäft für die Stadtkassen, wenn man die Mengen an Maskenmuffeln sieht. Da bleibt doch nur eine gesetzliche Regelung.

Die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht, dass Masken bei der Eindämmung des Coronavirus effektiv sind. Warum also tragen wir sie nicht einfach? Was ist los mit uns?

Ich selbst mag sie auch nicht. Man schwitzt darunter, sie rutschen in die Augen, erschweren das Atmen, die Brille beschlägt und toll aussehen tun sie auch nicht. Aber sie retten Leben. Und zwar nicht irgendwelche, sondern unsere und das unserer Familien, Freunde und Bekannten. Ist das denn nichts?

Doch statt Vorsicht trifft man immer mehr auf Rücksichtslosigkeit und Unvernunft. Menschenmassen auf Demos oder an den Stränden, ohne Masken und Abstand; große Familienfeiern oder Gottesdienste und religiöse Treffen, zum Teil in engen Räumen und ohne Maske und Abstand.Alles wieder wie immer.

Und jetzt auch noch die Fleischindustrie, die die Infektionsrate nach oben schnellen lässt. Arbeit ohne Hygienemaßnahmen oder sonstige Schutzmaßnahmen – fast so, als würde das Virus gar nicht existieren. Und wenn man sich auf der Straße umsieht, fragt man sich, ob das lässige Tragen der Mund-Nasen-Masken unter der Nase oder sogar unter dem Kinn eine neue Modeerscheinung geworden ist.

Dabei geht es für viele nur ums Überleben. Stellt sich die Frage: Seid ihr noch zu retten? Wenn euch schon das Leben von Angehörigen und Freunden egal ist, dann sollte euch endlich klar werden, dass ein zweiter Lockdown für viele, und vielleicht auch für euch, ein wirtschaftlicher Bankrott wird.

Bereits jetzt stehen viele Betriebe kurz vor dem Ruin. Wenn sie Glück haben, können sie ihre Ausfälle von März, April und Mai bis Ende des Jahres im Rahmen halten. Investitionen sind nur noch Träume. Das einzige Ziel heißt: Überleben. Da spielt es keine Rolle, ob Firmen mit großen Namen, oder der Bäcker oder das Restaurant bei uns gleich um die Ecke. Keiner von denen kann noch einmal Wochen ohne Einnahmen überstehen. Und wenn dann schon nicht der eigene Arbeitsplatz gefährdet ist, dann vielleicht der von Angehörigen oder Freunden.

Egal? Wie seid ihr denn drauf?

Eine weitere Krise dieser Art kann Deutschland nicht so einfach wegstecken. Auch der Staat kann nicht immer Feuerwehrmann spielen. Nach den bereits beim ersten Lockdown aufgenommenen Rekordschulden kann er einen zweiten Lockdown nicht mehr stemmen, zumal die bisherigen Finanzzusagen eigentlich nur ein Tropfen auf dem hohlen Stein sind.

Aber vielleicht steht euch das Wohl der Kinder näher als die Wirtschaft. Noch einmal kein Kindergarten und keine Schule. Das können sich wohlhabende Eltern vielleicht noch einmal leisten. Und die anderen? Ihre Lage wird sich verschlimmern.. Die soziale Spaltung der Gesellschaft wird dadurch vertieft.

Ok, da draußen wird es auch Leute geben, denen selbst Familien egal sind, warum auch immer. Aber auch diesen Menschen liegt letzten Endes etwas am gesellschaftlichen Frieden. An jenem Frieden, der es ihnen erst ermöglicht, ihr Ding zu machen.

Wenn schon die erste Corona-Welle trotz mehrheitlicher Zustimmung zu den Maßnahmen einflussreiche Anti-Corona-Bwegungen heraufbeschworen hat und geschätzte Persönlichkeiten entgleiten ließ, was passiert dann erst bei einer zweiten Welle? Noch größere Widerstandsgruppen und gesellschaftliche Verwerfungen werden die Folge sein. Das beste Beispiel haben wir gerade in NRW.

Diejenigen, die bisher zur Vorsicht ermahnten, auch in Hinsicht der Maßnahmen-Lockerungen wurden als Spielverderber hingestellt. Urlaub, Spaß und wirtschaftlicher Erfolg scheinen wirklich wichtiger als Gesundheit und Leben.

Oh Gott was für ein Unglück dass am Ballermann die Clubs und „Saufhallen“ geschlossen sind….Hallo??? Niemand zu Hause zwischen Euren Ohren???

Die Verantwortung in Deutschland trägt der Bürger – und damit WIR ALLE. Denn Deutschland ist eines der wenigen Länder, dass von seiner politischen Kultur und seinen gesellschaftlichen Anlagen her die nötige Ausgewogenheit umsetzen kann. Aber dafür müssen wir alle unseren Beitrag leisten. Denn es sind die Bürger, die die Politik vor sich her treiben.

Niemand will ein Deutschland, in dem am Ende alles gesetzlich geregelt und von Ordnungskräften zum Teil mit Gewalt durchgesetzt werden muss. Aber dafür haben wir alle die verdammte Pflicht, uns an die Corona-Maßnahmen zu halten um alles zu einem guten Ende zu bringen. Ohne uns geht es nicht.

Und ganz weit hinten am Horizont lauert die zweite Welle des Coronavirus, bereit, jederzeit über uns hereinzubrechen und unser bisheriges Leben einfach hinweg zu spülen.

Die Kliniken in unserem Land bereiten sich bereits auf die zweite Welle vor.

Also wird es höchste Zeit Disziplin in unsren Alltag Einzug halten zu lassen. Reißen wir uns endlich am Riemen.

Respekt... wie wird das noch mal geschrieben??

RESPEKT.....wie wird das noch geschrieben? Oder: Da ist doch was verloren gegangen....

Nein, ich gehöre noch nicht zu denen, die sich ihr „Früher“ zurück wünschen. Und auch nicht zu denen, die sagen, früher war alles besser. Vielleicht bin ich dafür noch nicht alt genug.

Aber es gibt einige Dinge, die ich in der heutigen Zeit immer mehr vermisse. Dinge, die ich in meiner Erziehung noch genossen habe. Doch das scheint sehr oft heute nicht mehr der Fall zu sein.

Ich rede von „Respekt“ und „Anstand“, denn Respekt ist kein Privileg, sondern die einfachste Form mit Menschen umzugehen. Beispiele für Respektlosigkeit gibt es viele: Die Menschen, die sich an den Kassen gern mal vordrängeln um dann zu meckern, wenn man sie zurechtweist. Oder die Leute, die gerne mal andere verhöhnen, weil diese nicht dem Ideal eines Menschen entsprechen. Aber auch solche Leute, die z.B. sozial schwache Familien für „Abschaum“ halten und der Meinung sind, dass die alle selber schuld an ihrem Schicksal seien.

Meine Oma hat während meiner Erziehung immer darauf geachtet, dass ich anderen Menschen mit Respekt begegne, unabhängig davon, aus welcher Kultur und aus welchem „Stand“ mein gegenüber gerade stammt. Sie hat mir immer eingebläut: „Behandle jeden so, wie auch du behandelt werden willst, nämlich mit Respekt und Anstand. Wem du das nicht gibst, von dem darfst auch du das nicht erwarten.“

Ein Satz, der bei mir hängen geblieben ist. Leider entspricht das häufig nicht mehr der heutigen Zeit. Da bittet man jemanden höflich etwas Platz zu machen damit man vorbei kommt, und wird gleich mit den Worten“ „Was willst du alte Schachtel?“ abgetan. Von Respekt keine Spur, und Anstand ist das für mich auch nicht. Oder man versucht jemanden irgendwie dringend zu erreichen und wird am Telefon mit den Worten: „Man, du nervst.“ begrüßt. Es gibt auch höflichere Formen, so etwas auszudrücken.

Das alles ist mir „früher“ schon öfter passiert, und dazu muss ich sagen: Es waren nicht nur junge Menschen, die so entgleist sind, sondern leider auch Leute der älteren Generation. Gerade diejenigen, die so unbedingt auf Respekt und Anstand pochen.

Da ist es doch kein Wunder, wenn ich heutzutage in den sozialen Medien kaum etwas schreibe. Und telefonieren mag ich auch nicht gern (obwohl ich eine Frau bin). Um so schöner finde ich es, wenn ich dann mal jemanden vorsichtig anschreibe, dass der sich genauso vorsichtig zurück meldet. Darauf kann  man aufbauen.

Durch Corona hatte sich für einige Zeit einiges verändert. Die Menschen sind zusammengerückt. Hilfsbereitschaft tritt in den Vordergrund. Respekt und Höflichkeit sind wieder in – nein, STOP. Hilfsbereitschaft – ja.

Aber Respekt und Höflichkeit hatten nur eine kurze Rast bei uns eingelegt. Denn schon jetzt, nach den ersten Maßnahmen-Lockerungen sind sie wieder abhanden gekommen. Jeder denkt nur an sich selbst. Getreu dem Motto: „Wir mussten jetzt zwei Monate auf alles verzichten, jetzt sind wir dran. Sch … auf die anderen.“

Es gab einmal ein Funken Hoffnung, dass durch Corona die Menschheit wieder zur Besinnung kommt. Daraus wurde leider kein loderndes Feuer sondern nur ein Flämmchen in der Dunkelheit Für mich persönlich gilt daher: „Es gibt Menschen, die haben meinen Respekt, meine Freundschaft, meine Liebe und mein Vertrauen durch ihr Verhalten verdient. Und es gibt Menschen, die haben all das durch ihr Verhalten verloren.“

Oder auch: „Gebe und so wird dir gegeben.“



Im Jahr des Herren 2020 geradezu unvorstellbar...



...heute unvorstellbar, diese Nähe eines US-Präsidenten zu den Menschen, gleich welcher Coleur....

ebenso wie diese Meldung

https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_87961454/inflation-auf-niedrigstem-stand-seit-2016.html

HALLO????  Klar, der Sprit ist zur Zeit so billig wie lange nicht mehr. Überangebot und alle bleiben zu Hause.

Auch die „Lustbarkeits-Elektitrik“----also PC-Technik usw. ist billig wie lange nicht mehr...

ABER ...haben Sie schon versucht einen MP3-Player zu essen? Oder einen ach so günstigen Liter Superbenzin zu kochen?.....Ist doch SO günstig zur Zeit....Nein, das geht nicht. Benzin, egal ob E 5 oder E 10----schmeckt einfach nicht....

Aber Wurst, Brot, Butter und andere Dinge....schon mal drauf geachtet? Schon mal bei Lidl oder Aldi auf den Preis von Salami oder Butter geachtet? Deren Preise gehen durch die Decke.

Schön gerechnete Inflation ..naja, toll... aber Preise für Lebensmittel gehen zur Zeit um 4,3 % nach oben, aber das ist ja oftmals wurscht.

Schön gerechnet dass zur Zeit wenige Menschen in den Urlaub fahren.. Sylt, Malle..toll die Vorstellung im Restaurant mit Maske sitzen zu müssen....

Und TOLL wie zur Zeit auch die Inlfation schön gerechnet wird.

Vielleicht mal Zeit für die eigenen 10 Gebote ?




Ich lass Dich reisen

In diesen Zeiten ist viel Zeit zum Sortieren. Keller, Garagen und Dachböden werden entrümpelt und so stapeln sich inzwischen auch vor Altkleider-Container die Säcke.

In diesen Zeiten ist aber auch die Zeit, um vielleicht das eigene Leben zu sortieren.

Wer fragt von sich aus wie es mir geht? Wer meldet sich nur dann, wenn er selbst „im Graben“ liegt? 

Meine Frau und ich haben die letzten Tage aufgeräumt. Die Garage, den Dachboden und auch mit anderen Dingen. Und wir haben einige Reisescheine ausgestellt...ausgestellt für Menschen in  unserem „Lebensspiel“ welche wir ab sofort reisen lassen...und welche in der nächsten Staffel der Doku-Soap des eigenen Lebens nicht mehr dabei sind....

Ich lasse Dich reisen

Paul van Hoff 20. April 2020


So oft, vielleicht auch manches mal zu oft

Hab ich Dich angerufen und danach so sehr gehofft

Auf Deinen Rückruf, Deine Stimme zu hören einfach nur ein paar Worte von Dir

Meine Gedanken sie waren sehr oft, vielleicht zu oft bei Dir


Mein Freund, das ist nun vorbei denn....


Ich lasse Dich reisen

Werde mir abgewöhnen dass meine Gedanken um Dich kreisen

Ja ich weis ein jeder hat sein eigenes Leben

Ich hab Dir zuletzt auch sehr viel Zeit gegeben in meinem eigenen Leben

Und zum hinterher laufen ist mir meines Lebenszeit einfach zu schade

Ich lass Dich als Freund und als Mensch …..jetzt einfach reisen


Ich freue mich darauf Dich demnächst wieder zu sehen

Doch wir werden uns dann völlig anders als zuletzt gegenüber stehen

Viel zu viele unterschiedliche Interessen

Mit Dir meinen 60ten zu feiern, hab ich für mich schon vergessen


Du bestimmst die Regeln selbst, in Deinem eigenen Lebensspiel

Ich pass da nicht rein, das muss dann so sein, wir haben jeder für sich

Ein eigenes Ziel in dem jeweils eigenen Lebensspiel


Ich lasse Dich reisen

Lass meine Gedanken ab jetzt um andere Dinge kreisen

Denn ein jeder Mensch hat sein eigenes Leben

Ich werde Dir in Zukunft nicht mehr viel von meiner Lebenszeit geben

Denn zum hinterher laufen ist mir die kurze Zeit auf Erden einfach zu schade

Ich lass Dich als Freund und als Mensch …..jetzt einfach reisen

Ich lass Dich reisen

Vielleicht kannst Du mir irgendwann mal erzählen

Von Deinen Reisen...




Erklärungsversuch eines unerklärliches Phänomen´s

 

Wir alle, jedenfalls die Meisten von uns, wurden in den letzten Wochen ob eines unerklärlichen Phänomens bezüglich der Hamsterkäufe in der Hygieneabteilung der Supermärkte / Discounter eines ganz bestimmten Artikels auf eine Art des Erstaunens katapultiert, welches ich für mich dar selbst zuletzt verspürte, als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 seinen einstudierten Satz  „That's one small step for a man… one… giant leap for mankind” in die Welt, nein, Quatsch, ins All funkte.

So.... wer mich näher kennt, kann sich vielleicht denken oder auch nicht, was jetzt kommt. Nämlich ein kleines bisschen Geschichte. Quasi als Grundlage für den Erklärungsversuch eines unerklärlichen Phänomen´s.

Während es in Europa ab 1850 eingeführt wurde, wobei das Wort „einführen“  irgendwie auch wieder Grund zu Wortspielen Anlass geben könnte, wurde es bereits im Jahr 589 zum ersten Mal erwähnt in... und jetzt gibt es für die Ironie der Geschichte fast kein Halten mehr.....jepp...im Jahr 589 wurde ein Vorläufer des heutigen Klo-Papiers zum ersten Mal erwähnt...und zwar in China. So, nu isses raus.

Ziemlich genau in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Europa das erste Mal Wasser-Klosett an die Kanalisation angeschlossen. In dessen Folge konnten natürlich die, bis dahin über Jahrhunderte verwendeten, Stofflappen die man zum größten Teil einfach in die Landschaft schmiss, nicht mehr verwendet werden und es wurde ein spezielles Papier, welches sich im Wasser auflöst, entwickelt....

So weit so gut.

Warum aber nun dieses unerklärliche Phänomen der Hamsterkäufe speziell auf das Klo-Papier bezogen? Eigentlich kann man es ganz einfach erklären.

Wenn es keine Birnen gibt, dann können Äpfel und Bananen gegessen werden. Rum kann durch Whisky, Weißwein durch Rotwein, Orangensaft durch Apfelsaft, Butter zur Not durch Margarine und Mettwurst auch mal durch Jagdwurst, Kochschinken, Leberwurst oder was auch immer ersetzt werden.

Verstehen Sie worauf ich hinaus will?

Für das was oben rein kommt gibt es zahllose Alternativen, aber für das was unten raus kommt sind die Alternativen in der heutigen Zeit halt extremst begrenzt. Und wenn Menschen damit rechnen müssen, dass sie 1 oder 2 Wochen, oder vielleicht auch noch länger zu Hause bleiben sollten oder im Schlimmsten Fall auch müssen....alles klar?

Das ist mein Erklärungsversuch eines unerklärliches Phänomen´s  ...aber mir hört ja eh keiner zu....

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund

Manch mal ist es Zeit einfach mal den Mund zu halten und die Ohren spitzen

 

https://www.mdr.de/bambi Udo Lindenberg hat den Song zur diesjährigen ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" beigesteuert: Auf seiner aktuellen Single "Wir ziehen in den Frieden" ruft er dazu auf, gemeinsam aufzustehen


Dieser bekloppte Gaffer-Wahnsinn

© Berliner Kurier

Auszug aus Wikipedia: Schaulustige sind Zuschauer, die ein spektakuläres Ereignis beobachten. Bei Unglücken wie Unfällen, Naturkatastrophen oder Gewalttaten werden sie auch abwertend als „Gaffer“ bezeichnet, insbesondere wenn sie Rettungsarbeiten oder den Verkehr behindern.  

Seit einiger Zeit nimmt dieses Phänomen überhand. Gaffer, die bei Unfällen mit ihrem Smartphone Fotos und Videos machen und diese hinterher ganz stolz und zur Belustigung ebenso zweifelhafter Menschen ins Internet stellen.

Schon vor einigen Jahren ging ein (gestelltes) Video durch die Medien, welches abschreckende Wirkung haben sollte.

Doch auch die über 1 Million Klicks bei Facebook scheinen  nicht genützt zu haben. Das Phänomen „Gaffer“ wächst weiter. Rettungskräfte wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste haben es immer schwerer ihrer Arbeit nachzugehen. Viel zu oft werden sie durch umstehende Passanten daran gehindert.

Doch diese Gaffer gefährden nachweislich Menschenleben. Nicht nur das Leben der Verunglückten, sondern auch das Leben der Retter und sogar ihr eigenes. Die Retter müssen extra Helfer abstellen um diese Gaffer zurück zu halten. Diese Helfer fehlen dann dort, wo sie benötigt werden, nämlich an der Unfallstelle. Die Polizei hat angefangen, auf ihre eigene Art dagegen an zu gehen: Mit Handyfotos von den Gaffern oder mit nassen Ergüssen aus dem Feuerwehrschlauch in die Autofenster.

Doch für viele Menschen ohne soziale Kompetenz ist ein Selfie mit einem Verunglückten im Hintergrund das absolute Highlight. Das ist nicht nur gedankenlos, sondern noch viel mehr respektlos und menschenverachtend. Und genauso gedankenlos, menschenverachtend und respektlos sind auch die Menschen, die in den Social Medien solche Videos sehen wollen. 

Ihr wollt Videos sehen??? Dann schaut Euch doch mal DAS an.....

Und ich erlaube mir eine Frage...eine einizige Frage..... an jeden einzelnen dieser sensationlustigen gaffendernden Menschen

Ist Dein Selfie wirklich das Leben eines Menschen wert? Wie kommst du damit klar, dass du es warst, der evtl. den Tod einen Menschen mit zu verantworten hat, weil wegen Dir die Rettungskräfte behindert hast? Hast du überhaupt schon einmal darüber nachgedacht, das du - für ein paar Fotos bzw. "likes" mit dem Leben anderer Menschen spielst?

Hast du überhaupt keinen Respekt mehr vor Menschen, die mit ihrem Leben das Deinige und das andererMenschen retten und schützen? Was ist bei dir schief gelaufen?

Lasst doch einmal eure Handys aus. Sollen doch die, die das unbedingt sehen wollen, selbst hingehen und gaffen. Dann wäre die Anzahl der Gaffer und Gefährder plötzlich nur noch halb so hoch (was immer noch zu viel ist. Aber irgendwo muss man doch anfangen). Schließlich machen sich die, die nur über die Medien gucken, nicht strafbar, ganz im Gegensatz zu Gaffern vor Ort.

Versperrt nicht den Rettungskräften den Weg oder behindert sie bei ihrer Arbeit. Dies kann schlimmstenfalls Unfallopfer das Leben kosten. Und vielleicht seid ihr die Nächsten, die den Schaulustigen zum Opfer fallen, denn ein Unglück kann jedem - also auch DIR - passieren.

Und dann reißen sich die Helfer auch für Dich ihren Allerwertesten auf ....

© Feuerwehr Wunstorf

Übrigens:

Neben der Behinderung der Einsatzkräfte durch Gaffer ist das Fotografieren oder Filmen von verunglückten Autos und Verletzten zu unterlassen. Dieses Vergehen ist eine Straftat, und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe sanktioniert werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Fotos weitergegeben oder veröffentlicht werden; was zählt ist allein die Anfertigung einer solchen Aufnahme, die laut § 201a des StGB “die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt”. Übrigens dürfen die Polizeibeamten in einem solchen Fall sogar unmittelbar die Handys der Gaffer einziehen.

Auch wenn keine Fotos vom Unfallgeschehen angefertigt werden, kann beim Gaffen eine Ordnungswidrigkeit vorliegen, bei der die Polizeibeamten die Schaulustigen mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro bestrafen können (in einigen Bundesländern wie Niedersachsen sogar bis zu 5.000 Euro).  

Anmerkung: Bis vor einigen Jahren war mein Lebenspartner selbst als Retter aktiv. Er diente mehr als ein Jahrzehnt beim SAR-Kommando der Bundeswehr.

Foto: Privat

Er und seine Kameraden wurden damals nicht nur gern gesehen, sondern sie wurden bei ihren Einsätzen von umstehenden Menschen unterstützt....heute fast unvorstellbar....wie ich schon sagte:

Was läuft mit den Menschen, mit der Gesellschaft im Jahr 2020 schief.....wer auch immer es mir/uns sagen kann, der möge sich melden.... uns fehlen inzwischen zum Teil wirklich die Worte...

Bedrohte Arten

Immer mehr Arten sind vom Untergang bedroht. Doch ich meine diesmal keine Tierarten, auch keine Menschenvölker. Ich rede von einer ganz besonderen bedrohten Art: Dem ehrenamtlichen Helfer.

Immer mehr Vereine, Organisationen und Ortsverbände leiden an Mitgliederschwund. Sie alle arbeiten mit ehrenamtlichen Helfern. Menschen, die unentgeltlich  ihre Freizeit dafür verwenden anderen zu helfen. Die sehr oft nicht einmal ein „Danke“ oder ein „Lächeln“ dafür erhalten, und die sich trotzdem nicht davon abhalten lassen. Doch warum werden die ehrenamtlichen Helfer immer weniger? Woran liegt das?

Klar ist, dass immer mehr Jüngere dorthin ziehen, wo es Arbeit gibt, und damit die kleinen Orte oder Dörfer verlassen. So wird der Altersdurchschnitt immer höher, und die Neuentwicklung bleibt häufig auf der Strecke.

Nicht selten liest man heutzutage von Ortsvereinen, die sich auflösen müssen, weil niemand mehr die Verantwortung übernehmen will. Dabei ist die Mitarbeit im Vorstand genauso wichtig wie an der „Front“. Denn ohne Vorstand kann kein Verein existieren.    Ich kenne Vereine, die über fehlende Helfer nicht klagen können. So sind z. B. die Feuerwehren in größeren Orten dankbar dafür, dass sie genügend Manpower zur Verfügung haben. Doch ich kenne auch das Gegenteil. 

Dort wo ich herkomme, gab es kleine „Dorfwehren“, die mangels Mitglieder aufgelöst wurden. Das bedeutete aber auch immer mehr Arbeit und Verantwortung für die umliegenden Wehren. Was die Feuerwehren angeht, passt ihr Slogan: Stell dir vor, es brennt und keiner löscht. Sollte man darüber nicht mal nachdenken?  

Bei anderen Vereinen könnte man jetzt sagen: Die sind ja nicht so wichtig wie ne Feuerwehr. Wirklich nicht? Sportvereine z. B locken viele Kinder und Jugendliche an. Weg von der Straße zu einer sinnvollen Beschäftigung. Das möchten doch alle Eltern. Wie oft hört man: Wir sind auch als Eltern im Verein aktiv. Aber wenn dann mal außerhalb der üblichen „Trainingszeiten“ Hilfe benötigt wird, z. B. bei irgendwelchen öffentlichen Vorführungen, ist keiner da, oder es sind immer die Selben, die mit anfassen.

In den letzten drei Jahren, die wir jetzt in der Gemeinde Kropp-Stapelholm leben, waren wir immer wieder erstaunt darüber, was nur durch ehrenamtliche Hilfe auf die Beine gestellt wird. Dem zollen wir sehr großen Respekt. Nur, … genauer hinschauen darf man auch dort nicht, denn auch hier findet man überall die gleichen Helfer wieder. Dabei sein und Spaß haben wollen alle, aber helfen? Dabei sollte aber keiner aus den Augen verlieren, dass ohne diese Ehrenamtler nichts laufen würde. Ein „Danke“ oder ein „Lächeln“ wäre da doch wohl das Mindeste.

Direkte zusätzliche Mithilfe wäre allerdings für alle engagierten Ehrenamtler das größte „Danke“.    Ich kann darum nur an Alle appellieren: Seht euch doch dort, wo ihr wohnt, einmal um. Dann merkt ihr auch, wie viele Angebote die verschiedenen Vereine euch machen. Und ihr könnt sehen, welche Aufgaben die Ortsverbände in der Öffentlichkeit übernehmen. Aufgaben, die für Außenstehende oft viel zu selbstverständlich sind. Informiert euch. Jeder gibt gern Auskunft über seine Aufgaben und seine Ziele.    

Probiert es aus. Vielleicht merkt ihr dann selbst, dass es nicht immer ein „Danke“ oder ein „Lächeln“ sein muss um trotzdem helfen zu wollen. Opfert ein bisschen von eurer Freizeit um Andere glücklich zu machen und vielleicht seid dann gerade Ihr es, die dafür ein „Danke“ oder ein „Lächeln“ erhalten. Und das ist es allemal wert.  

Helft mit. Damit große und kleine Ortsverbände und Vereine weiter bestehen können, und damit es eine „bedrohte Art“ weniger gibt. Das wäre doch ein Anfang.



Herbstansichten....

Erinnern Sie sich? In ca. 4 Wochen feiern wir alle, oder zumindest die Allermeisten in unseren Breiten, das Fest unseres Religionsstifters – kurz Weihnachten genannt.

Viele Menschen werden deshalb in den kommenden Wochen schweißgebadet und mit dem alljährlichen „Ich hab noch kein Geschenk-Gesicht“ die Innenstädte und/oder Einkaufszentren stürmen.

Aber im Moment – also im „Hier und Jetzt“ haben wir November. Den ach so so grauen Monat der Stille und Trauer. Aber wer genau hin sieht, wer (noch) ein Auge für die Natur hat, und wer das große Glück hat in unserer wirklich schönen Gegend zu leben, der braucht nur wenige Schritte um auch dem November schöne Moment zu entlocken.

Und wer dann, so wie wir in der Mittagszeit des heutigen Tages, eine Kamera mitnimmt, kann diese Momente festhalten....festhalten für den viel genannten Weihnachtsstress. Und wer noch ein – lange ungenutztes, Musikinstrument im Haus hat.....naja... meine Eltern haben schon immer gesagt „Geh doch mal wieder spielen“.....


Aber natürlich ist selbstgespielte Musik wirklich kein "Muss" um aus eigenen Fotos / Videos einen Film zu gestalten. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die den berüchtigten "Dia-Abenden" vergangener Zeiten wahrlich überlegen sind. Trauen Sie sich einfach mal.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne und möglichst stressfreie Vorweihnachtszeit.

Achso....ich hätte da noch eine Idee für ein tolles Geschenk für Ihre Liebsten, Ihren Freund, Ihren Mann, Ihre Kinder, Ihre Eltern, Ihre Großeltern, Ihre Freunde oder für wen auch immer... ist allerdings auch Online für kein Geld der Welt zu erwerben....

...Zeit miteinander...

Echte Fernsehmomente... es gibt sie noch.

Die Qualität dessen was wir im Fernsehen sehen – oder auch nicht – hat in den letzten Jahren wahrlich gelitten, darüber braucht man absolut nicht zu diskutieren. Auch über die Ursachen und Ergebnisse des zunehmenden TV-Dilettantismus zu debattieren, hätte wohl denselben Effekt,  als wenn ich mich mit meiner Bio-Tonne über biologisch abbaubare Plastiktüten unterhalten würde....

Aber es gibt sie noch: Diese Momente des Fernsehens, welche einen ähnlichen Erinnerungswert haben wie seinerzeit das legendäre 7:1 gegen Brasilien 2014. Ja, so lange ist wirklich her, dass ich mir einen Sendung / Beitrag schon am nächsten Tag nochmal angeschaut habe und dabei sehr berührt war.

Ich rede hier vom Freitag d. 12 Oktober 2019, und der Beitrag lief im Rahmen der NDR-Talkshow. Zwischen den zahlreichen "Promi-Gesprächen" brachte Mona Harry ihre „Liebeserklärung an den Norden“ zu Gehör.

Quelle: NDR.de

Nun werden Sie vielleicht, oder eher wahrscheinlich, fragen „Mona, wer?“

Nun ja ich gebe zu, dass mir die Kunst- und Philosophiestudentin und Buchautorin Mona Harry aus Kiel auch nicht bekannt war – bis zur Feier zum Tag der Einheit im Kieler Landtag am vergangenen 3. Oktober 2019, als sie dort eine sehr beeindruckende Rede hielt.

https://www.monaharry.de/text-vom-3-oktober/

Es tut sehr gut derartige selbst geschriebene und gehaltvolle Texte zu lesen oder zu hören.... UND....es geht mal NICHT um Umweltschutz, SUV´s bzw. Onkel Donald.....

Junge Menschen dieser Art machen mir Hoffnung für die Zukunft.....ich hoffe Ihnen auch....


Wenn nicht wir, wer dann?

Nein, keine Angst. Das wird kein Artikel über die Klimaveränderung. Darüber wird zur Zeit genug geredet.

Mir geht es im weitesten Sinne mal wieder um das Thema „Ehrenamt“, genauer gesagt um den längst notwendigen „Generationenwechsel beim Ehrenamt“.

Als meine Kinder noch im Teenager-Alter waren, gab es in Ratzeburg einen Seifenkisten-Verein, in dem alle drei Mitglied waren, einschließlich Eltern natürlich. Alle Drei im gleichen Verein war schon eine Seltenheit, aber dass sie dabei auch noch Spaß hatten und mal nicht stritten, war ein Segen für uns. Denn auch uns machte es dort Spaß. Eltern wurden zum Helfen gebraucht, aber es war ein tolles Miteinander. Alle waren mit Lust dabei und niemandem wurde das Anpacken zu viel, ehrenamtlich natürlich.

Dann kam die Zeit, in der die Kinder für die Seifenkisten zu groß wurden. Nachwuchs? Gab es nicht. Warum nicht? Weil keiner, der sich nicht gezielt dafür interessierte, überhaupt etwas von dem Verein wusste. Nachwuchswerbung? Wozu denn, haben wir nicht nötig. Du hast dafür Ideen? Interessiert uns nicht. Und so kam, was kommen musste. Der Verein sollte aufgelöst werden. Zu der Zeit hatte ich zwei Personen an meiner Seite, die mir zugeredet haben, den Verein zu übernehmen. Der Eine kannte sich mit Nachwuchswerbung aus, der Andere mit dem Metier „Seifenkisten und Vereine“.

Gutgläubig habe ich gedacht, der Vorsitzende müsste sich freuen, dass jemand versuchen will, den Verein auch nach 25 Jahren weiter zu halten. Aber die Antwort, die ich bekam, machte mich fassungslos. „Das ist mein Verein, und wenn ich gehe, dann geht auch der Verein.“

Altersstarsinn???? Keine Ahnung. Er war zwar die Generation "über" mir, aber so alt nun auch wieder nicht. Ich gebe zu, die Antwort habe ich bis heute nicht wirklich verdaut. Trotzdem war ich der Meinung, dass sei die Ausnahme.

Ausnahme? Weit gefehlt. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass es eher die Norm ist. In sehr vielen Vereinen und Organisationen mit ehrenamtlich Tätigen ist die ältere Generation an der Spitze. Seit Jahren ziehen sie sich „ihren“ Nachwuchs heran, doch jetzt, wo die Jüngeren so weit sind, heißt es nur:

Wieso? Wer soll das denn machen, wenn nicht wir? Es gibt doch sonst keinen.“

Spricht man sie dann auf die Jüngeren an, die sie sich selbst geformt haben, gibt es nur ein Kopfschütteln. „Die haben doch keine Ahnung, wie das läuft.“

Moment mal, keine Ahnung, wie das läuft? Irgendwas habe ich hier nicht verstanden. Fast überall wo ich hinsehe, und ich sehe sehr genau hin, auch wenn das nicht jeder bemerkt, sind es die Jüngeren, die tun und machen. Lediglich die Lorbeeren stecken sich die Älteren ein.  „Habt ihr wieder gut gemacht.“ „Klar, wir wissen ja auch, wie das geht.“ Wie bitte? Kommt dann aber der Nachwuchs und sagt: „Wir wollen auch mal das Lob haben, schließlich machen wir das fast alles ohne euch“, dann ist die Antwort sehr konsequent. „Euch brauch und will hier keiner.“  Und am Ende gibt es nur Verlierer....

Jetzt könnte man fragen, warum schmeißt ihr nicht einfach alles hin?

Da gibt es sicher verschiedene Antworten: man will niemanden in Stich lassen, oder man hat zu viel Spaß daran, oder was auch immer. Aber man übt sich in Geduld. „Irgendwann sind auch wir mal dran.“ Nur, wie lange soll man Geduld haben, wenn man immer und immer wieder gegängelt wird? Ist nicht irgendwann die Zeit gekommen, zu sagen: „Jetzt ist Schluss“? Wie viel Macht gibt ein Mensch einem anderen über sich, ohne sich zu wehren?

Ich habe bereits öfter erlebt, dass die Macht der Älteren uneingeschränkt zu sein scheint. Doch ich habe die Hoffnung, dass sie sich überschätzen, denn irgendwann wird es dann vielleicht heißen: „Wenn nicht wir es machen, macht es keiner, weil es keinen mehr gibt, der es noch machen könnte. Und wir können es auch nicht.“ Endstation.

Um noch eines klar zu stellen: Ich rede hier nicht von allen Vereinen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es Vereine und Organisationen gibt, wo es nicht anders geht, weil niemand sonst die Verantwortung übernehmen will. Oft ist es dann eine mühsame Suche nach einem Generationenwechsel, um den Verein vor dem Untergang zu retten.

Eines sollte uns allen aber endlich klar werden: Macht kann nur missbraucht werden, wenn man selber es zu lässt ohne sich zu wehren. Und die beste Art sich zu wehren heißt: Gemeinsam.



 

Wieder mal gut gedacht 

wieder mal schlecht gemacht

Die älteren von uns erinnern sich vielleicht..... früher hatten wir einen Butterberg oder einen Milchsee. An deren Stelle ist in den letzten Monaten die Sau-Invasion getreten.  

Oder wie ist es sonst zu erklären, dass zum Thema Klimaschutz, Plastikvermeidung usw. nahezu im Stundentakt eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Heute fanden wir auf Facebook, dieses hier.
Was auf den ersten Blick als tolle Idee anmutet hat ebenfalls eine dreckige Kehrseite. Zum einen möchte ich nicht wirklich meine Lebensmittel in Beutel packen, welche zuvor von mir unbekannten Menschen....naja......keine Ahnung, was die damit zuvor gemacht haben....und das ist nur mein allererster Gedanke.

Um diese Beutel herzustellen, benötigt man Baumwolle. Und diese Baumwolle benötigt zur Aufzucht Unmengen an Wasser und Pestiziden. Von der Herstellung in Fernost sowie dem Einsatz von Farben für die lustigen und bunten Werbe-Aufdrucke mal ganz zu schweigen. War da noch noch was? Ja, nämlich der Transport per Schiff aus dem Asiatischem Raum....Stichwort? ....Richtig....Schweröl.

Natürlich ist so ein eigener Baumwollbeutel allemal besser als eine Plastiktüte....sofern er mindestens 2-3 Jahre hält. Bei ständiger Benutzung wohlgemerkt.  

"Ach man ey, jetzt meckert der Paule schon wieder rum und macht alles madig" ...stimmt, mache ich. Weil es eine Alternative gibt die kaum noch jemand sieht.

Weidenkörbe...sehen mitunter blöde aus, halten aber mehrere Jahrzehnte, und ich kann mich nicht erinnern, dass in meinem 23 Jahre alten Korb schon mal ein Apfel oder eine Gurke gestorben ist.
Und selbst die modernen Einkaufskörbe halten locker über 10 Jahre...

Nun sieht man beim täglichen Einkauf Kunden mit eigenen Körben noch immer eher selten, nach dem Motto "was denken die Leute über mich, wenn ich mein Gemüse und Obst in meinen eigenen Korb packe? Nachher denken sie noch, dass ich klauen will....

Nun, um es sittsam auszudrücken. Mir ist das schon seit 20 Jahren völlig Schnurz. Denn so lange nehme ich schon meine eigenen Einkaufskörbe mit in den Discounter / Supermarkt..... und es gab niemals Probleme.....

 

Kennen Sie Charly Klauser?

Musik ist ja so ein Thema, und über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten.  

In den folgenden Zeilen möchte ich mal das Pferd von hinten aufzäumen, also frage ich noch mal:

Kennen Sie Charly Klauser?

Charly Klauser wurde 1990 in Köln als Tochter einer Musikerfamilie geboren und begann bereits vor der Einschulung Geige und Klavier zu spielen. Aber bereits im Alter von 12 Jahren kam der Schnitt – sie gründete eine Schülerrockband, und erhielt mit „The Black Sheep“ im Alter von 18 ihren ersten Plattenvertrag und tourte mit ihrer Band durch ganz Europa.

Tja, jetzt muss die Geschichte a bisserl abkürzen, was mir – zugegebener Maßen – aus Begeisterung für diese tolle Musikerin, nicht gerade leicht fällt.

Seit einigen Jahren arbeitet sie mit einem bekannten Rockmusiker in Deutschland zusammen, aber halt....vorher möchte ich Ihnen noch ein Video zeigen, in welchem Charly Klauser step by step alle Instrumente selbst eingespielt und sowohl Video´s als auch Musik selbst geschnitten hat.

Bevor Sie weiter lesen, möchte ich Sie bitten sich dieses Video anzusehen....

Music & Lyrics by Charly Klauser All instruments played by Charly Klauser Live-Recording, Mixing & Mastering by Charly Klauser Video & Editing by Charly Klauser

Charly Klauser spielt inzwischen Schlagzeug in der Band von Peter Maffay, also jenem genialen Musiker der mich mein ganzes Leben begleitet, vor einigen Tagen seinen 70ten feierte und zeitgleich das Album „Jetzt“ heraus gebracht hat.

 Quelle.  https://PeterMaffay.lnk.to/Jetzt

℗ 2019 Red Rooster Musikproduktion GmbH distributed by Sony Music Entertainment Germany GmbH

Musik ist ja so ein Thema, und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Maffay ist der – mit Abstand – erfolgreichste deutschsprachige Musiker was die Top-Ten-Alben angeht, und welcher uns seit dem Album Steppenwolf 1979 begleitet, und das wird auch weiterhin so bleiben......


Happy Birthday Peter Maffay

Music video by Peter Maffay performing Happy Birthday (Live). (C) 1997 BMG Ariola München GmbH

Vom Album "Steppenwolf" stammt das Lied „Das ist mein Traum“, welches mich seinerzeit -  (1979) -dazu trieb, mir meine erste Gitarre, und kurz danach das erste Keyboard zu kaufen und seit vielen Jahren eigene Texte zu schreiben.



Wie gesagt.....über Geschmack lässt sich nicht streiten.....

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Ein Pusteblumen-Moment

Wenn ich mich erinnere ....und es fällt mir weiß Gott nicht schwer mich an frühere Dinge meines Lebens zu erinnern, geht bei mir das Kopfkino an.

Als ich damals beim Sportunterricht den Pauker hinter mir gelassen und ihn beim 100m Lauf 12,8 Sek besiegt habe, die Abi-Feier, das Gelöbnis als ich zur Bundeswehr ging, die Hochzeit mit meiner ersten Liebe, dass „Auf den Hintern klatschen“ als ich meinen Segelflugschein bestanden hab, und -SEHR WICHTIG - ....der Tag, an dem Sylvia und ich uns die allerersten Nachrichten per Chat schrieben, zum ersten Mal telefoniert, uns 3 Tage später zum ersten Mal trafen und nach weiteren 14 Tagen zusammen gezogen sind.....letzteres ist 5 Jahre her, und wir sind glücklicher als je zuvor.  

Dennoch hatte ich kürzlich so einen ganz besonderen Moment, der all die eben geschilderten Momente in den Hintergrund rückte, ja sie fast zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren schien  

Beim Spaziergang über einen der zahlreichen Feldwege in unserer Umgebung sah ich eine „Pusteblume“, also einen Löwenzahn in voller Blüte am Wegesrand stehen. Ich konnte nicht anders, ich pflückte die „Pusteblume“, blieb stehen, holte tief Luft und pustete so kräftig ich konnte...und die Zeit schien still zu stehen.   

Es war wenig Wind, und so konnte ich genau sehen, wie die „Fallschirme“ der Pusteblume davon schwebten. Lautlos und ohne jede Hast machten sie sich auf den Weg um dort, wo sie irgendwann einmal landen würden vielleicht neues Leben zu erschaffen, oder auch als Nahrung für die Tiere, die wir bei den abendlichen Spaziergängen auf den umliegenden Feldern immer wieder wahrnehmen, zu dienen.  

Wenn meine Frau und ich diese Abend-Spaziergänge machen, haben wir kein Handy dabei – bestenfalls eine unserer Kameras. Aber zu erreichen sind wir dann nicht. Und wenn wir dann nach Hause kommen....manchmal nach 15 Minuten schon, manchmal aber auch erst nach 2-3 Stunden....dann gehen wir direkt „über Los“ (die Älteren erinnern sich vielleicht noch an Monopoly).   

Soll heißen, wir gehen direkt auf unsere Terrasse und  beachten den Anrufbeantworter nicht....   

Sondern wir erhalten ihn uns in Gedanken......diesen einen kurzen Pusteblumen-Moment....


© Sl-Süd Online 2019/ PvH

 

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Plötzlich 60....zum Glück nur ein Traum


Oh Gott. Die Sonne scheint, ein neuer Tag ist angebrochen. DER Tag ist angebrochen. Dieser eine Tag, vor dem ich seit langem Bauchgrummeln habe. Nur Bauchgrummeln? Nein, das trifft es nicht im entferntesten. Panik ist das Zauberwort.

Jeder Mensch kennt dieses Gefühl mit welchem ich heute aufgewacht bin. Natürlich kennen auch Sie dieses Gefühl. Jahrelang geht man zum Italiener, oder Griechen, meinet wegen auch zum Döner-Shop, was weiss ich. Jedenfalls kostet das Lieblingsgericht der Wahl dort seit Jahren € 5,95. Keine € 6,00, sondern € 5,95, und wehe, dass es plötzlich doch € 6,00 kostet. Nur ein ganz kleiner Schritt, .der manchmal aber schlimmste Folgen haben kann.

Die Sonne scheint noch immer. Dabei bin ich schon seit 5 Minuten wach. Ich schaue mich um. Eigentlich hat sich nichts verändert, alles sieht genauso aus wie gestern. Meine Liebste schlummert friedlich lächelnd neben mir....toll sieht sie aus. Wie macht sie das bloß? Und damit sind wir beim Thema der Woche, denn es hat sich doch etwas geändert. Gestern konnte ich noch sagen "ich bin 59"...ganz locker kam mir das "59" über die Lippen. Hey man, ich fühlte mich wie ein jung gebliebener Barrockteenager, der ZZ-Top hört und mit Klassischer Mukke nicht das Geringste anfangen kann. Hab ich noch was vergessen? Ach ja, ein Tattoo und einen Ohrring links trage ich ebenso wie meine Westernstiefel. Geht ja mit 59 auch ...

Und heute? Heute bin ich 60. Fühlt sich für mich genauso blöde an wie wenn meine Lieblingspizza plötzlich € 6,00 kostet, und eben nicht mehr € 5,95.

Ok, ich werde versuchen mich der Wahrheit zu stellen. Kann doch nicht so schwer sein. Schließlich habe ich einige Alterserscheinungen, welche den allermeisten Menschen irgendwie doch Probleme zu machen scheinen, schon lange abgearbeitet. Und das mit Bravour.

Meine ersten grauen Haare bekam ich mit 35 und nach weiteren 5 Jahren war ich mit dem Thema durch. Seitdem trage ich die Haarfarbe "Alaska blond" durch die Welt. Seit ungefähr 15 Jahren trage ich Hörgeräte, was ich als großen Vorteil schätzen gelernt habe, denn wenn mich irgendwelche Geräusche wirklich stören, nehme ich die Dinger raus und es wird sehr ruhig. In jedem, und es ist wirklich so, in jedem Restaurant bedauere ich meine Frau, die oftmals dummes Gerede von Nachbartischen hören muss. Sie kann eben nicht abschalten.

Auch Zahnschmerzen habe ich seit 3 Jahren nicht mehr. Wenn mit meinen Zähnen irgendetwas nicht stimmt, bringe ich sie morgens zum Zahntechniker meines Vertrauens, hole sie abends wieder ab und alles ist gut. Und wenn es mal ganz schnell gehen muss: Naja, ich mache seit 44 Jahren Modellbau und habe entsprechende Fräs- und Polierwerkzeuge in meiner Werkstatt. Ehrlich, das ist kein Hexenwerk und geht zwischen Frühstück und Mittag ratz fatz.

Wie gesagt, diese ganzen Geschichten hab ich alle schon längst abgearbeitet.

Warum mache ich dann so `ne Welle? Na klar, man hört und liest seit Jahren immer wieder Parolen wie "das heutige 60 ist eigentlich 50" oder so ähnlich, was zum Teil ja auch stimmt. Wahrscheinlich muss ich diesbezüglich noch mal in eine Interne Revision gehen und meinen eigenen "Bauchladen" neu strukturieren. Wobei "Bauchladen" irgendwie schon passt.

Jedenfalls trugen meine Eltern und ihre Freunde (liebe Grüße in den Himmel) seinerzeit, also in den 70ger Jahren des vergangenen Jahrtausend, mit Vorliebe Windjacken. Windjacken, ich habe keine Ahnung ob es diese Dinger damals irgendwo im Angebot gab, jedenfalls gefielen mir die Farben überhaupt nicht. Ich erinnere mich an Zimt, Sandbeige, Altersgrau, oder Rindenmulch-braun. Fruchtbar. Ich erinnere mich auch noch an Busfahrten, die ich zusammen mit meinen Eltern und deren Freunden,mitmachen durfte. Irgend jemand hatte immer "Rücken" oder sonst ein Gebrechen und roch....ne, er, oder auch sie, stank dann regelrecht nach Franzbranntwein.... Klosterfrau....schieß mich tot, war auch so ein Thema.

Plötzlich küsst mich jemand wach. "Guten Morgen mein Liebling, ich gratuliere Dir zum 57ten."

Was? Wer? Wie? Ich stehe schlagartig fast senkrecht im Bett.

"Schatz, hast Du schlecht geträumt?" Die liebevolle Stimme und das Schlafzimmer erschienen mir irgendwie vertraut. Ich schaute in die vertrauten Augen des Menschen, der mich am meisten und ohne Vorbehalte liebt. "Ja, meine Prinzessin....ich hab einen blöden Traum gehabt. Meine Lieblingspizza kostete von einem Tag zum anderen plötzlich € 6,00." "Na wenn es weiter nichts ist," "Doch," sagte ich, "Es gibt noch weiteres: ich werde wieder mit meiner Modell-Fliegerei anfangen und lasse mir demnächst noch ein zweites Tattoo stechen." "Dann machen wir das mit den Tattoos gemeinsam, denn so alt sind wir ja noch nicht."


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Willy Astor - Kilimandscharo

Wie hieß im Jahr 1910 der höchste deutsche Berg?

RICHTIG.....der Kilimandscharo! Mit einer Höhe von 5895 m war die Kaiser-Wilhelm-Spitze (auch Wilhelmskuppe genannt) von 1902 bis 1964 der höchste deutsche Berg.

Heute ist die Gegend um den Kilimandscharo eines der letzten, weit gehend von Menschenhand, unberührten Gebiete, und wir hatten vor einigen Jahren das Glück Landschaft und Tiere erleben zu dürfen.....

Dort gibt es keinen Strom und auch tägliches Wasser ist keine Selbstverständlichkeit...statt dessen erlebt man unendlich schöne Sonnenunter sowie - Aufgänge. All das macht uns bis zum heutigen Tag sehr demütig....

Liebe Leser*innen....sollten Sie einmal die Möglichkeit zu einer derartigen Reise zu haben....nutzen sie diese, und Sie werden demütig zurück kommen.


Zeit ein bisschen inne zu halten, sich zurück zu lehnen und die ganz eigenen Gedanken zu den Klängen treiben zu lassen......

 

Quelle TV.Aufzeichung bayer. Rundfunk Juli 2008, München, Rechte: bayer. Rundfunk (br)   

© Sl-Süd Online 2019