Kirsten Dormann
Jugendpflege, offnene Kinder - und Jugendarbeit Amt Kropp-Stapelholm

SL-Süd-Online

Frau Doormann, Sie sind für das Amt Kropp-Stapelholm im Bereich Jugendpflege tätig. Seit wann machen Sie das und wie genau würden Sie Ihre Tätigkeit beschreiben?

Kirsten Doormann:  

Ich bin seit  Sommer 1990 mit ein paar Jahren Pause dazwischen in diesem Bereich  hier tätig. Das Hauptarbeitsfeld ist die offene Kinder- und Jugendarbeit. Das bedeutet, wir schaffen Freizeitangebote für Kinder- und Jugendliche, die nicht an eine Mitgliedschaft/ Vereinszugehörigkeit gebunden sind. Dies gilt in erster Linie für die Kinder-und  Jugendtreffs in den einzelnen Gemeinden. Bei Problemen bin ich ein niedrigschwelliger Ansprechpartner, der zuhören kann und will. Auch größere Veranstaltungen und Projekte, die wir speziell für die Kinder ausrichten, gehören zu meinem Arbeitsfeld. Darüber hinaus arbeite ich natürlich auch mit Vereinen und Institutionen zusammen.

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Die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert doch sicher auch ein besonderes Maß an Einfühlungsvermögen. Fällt es Ihnen immer leicht sich  auf die verschiedenen Altersklassen und deren Belange einzustellen?

Kirsten Doormann

Jede Altersgruppe hat seinen Reiz. Vom simplen Basteln bis zum Umgang mit neuen Medien ist immer etwas dabei. So lernen nicht nur die Kinder und Jugendlichen vielleicht etwas Neues kennen, sondern auch ich kann häufig mein Wissen erweitern. Gerade wenn es um Sozialmedia geht.

Die Kinder und Jugendlichen gestalten unsere Treffen aktiv mit, da können ganz eigene und neue Ideen umgesetzt und verwirklicht werden. So lernen sie spielerisch was  Mitbestimmung und Demokratie bedeutet, Dies ist immer wieder für alle spannend in jeder Altersgruppe.

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Ihre Tätigkeiten im Bereich Jugendpflege sind sehr vielseitig. Als Beispiel nennen wir mal den Ferienspaß, Jugendzentrum und Projektarbeit. Gibt es dabei einen Bereich, der Ihnen persönlich ganz besonders am Herzen liegt?

Kirsten Doormann

Mir liegen alle Arbeitsfelder am Herzen, denn sie haben alle ihre Berechtigung und Schwerpunkte. Da kann und möchte ich keinen Bereich besonders hervorheben.  Offene Treffs, wo jede/r machen kann, wo zu er gerade Lust hat, ist genauso wichtig wie die „Aktion Weihnachtsengel“, wo es darum geht, dass wirklich jedes Kind Weihnachten ein Geschenk unter dem Baum findet.  Und dazwischen liegen zahlreiche andere Aktionen und Veranstaltungen mit Vereinen und Institutionen.

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Sind Kinder oder Jugendliche auch schon mal mit ihren eigenen persönlichen Nöten zu Ihnen gekommen, und haben Sie Ihnen helfen können?

Kirsten Doormann  

Im Gegensatz zu erwachsen, formulieren Kinder und Jugendliche meistens ihr Problem nicht konkret. In Gesprächen mit Jugendlichen höre ich gut zu und erfahre dann auch was sie mir zwischen den Zeilen eigentlich erzählen wollen. Häufig kann dann in einem persönlichen Gespräch unter vier Augen vieles geklärt oder angeschoben werden.

Mitunter ist aber auch die Weiterleitung an spezielle Beratungsstellen von Nöten.

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Leider sind wir schon wieder bei unserer letzten Frage angekommen, und die ist wie immer persönlicher Art. Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

Kirsten Doormann   

Für mich persönlich  wünsche ich mir ein langes Leben bei guter Gesundheit.                                    Für alle Kinder und Jugendlichen wünsche ich mir, dass sie trotz Smartphone nie den persönlichen Kontakt zu anderen verlieren und so ihre wahren Freunde finden ohne tausende von Likes. Den dritten Wunsch hebe ich mir auf für einen besonderen Moment

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Frau Doormann, wir danken Ihnen für dieses Interview.