Erfde

Architektin für Bau der

neuen zukunftsweisenden

KiTa in Erfde gefunden 

Nach jetzt 40 Jahren hat die alte Kindertagesstätte in Erfde so gut wie ausgedient. Die notwendigen Voraussetzungen für Kinderbetreuung sind nach jetzigem Maßstab nicht mehr gegeben. Neue Vorschriften machen den Bau einer neuen Kindertagesstätte erforderlich.

 
Bereits zum April 2020 hatten 44 Architekten ihre Planungsvorschläge anonym eingereicht. Neun Vorschläge davon wurden in die engere Wahl genommen. Gestern, am Mittwoch, den 26. August 2020 wurde in diesem „hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit Freiraum planerischen Anteil zum Neubau einer Kindertagesstätte“ der Gemeinde Erfde die Entscheidung für einen der Vorschläge getroffen. Im Entscheidungsgremium saßen fünf unabhängige Architekten, der Bürgermeister der Gemeinde Erfde, die Kindertagesstättenleiterin und zwei Fraktionsvorsitzende aus der Gemeinde. Aufgrund der Förderung durch die „Städtebauförderung“ musste die Ausschreibung europaweit stattfinden. 

  
Die eingereichten Vorschläge waren bis zuletzt anonym und nur mit Nummern gekennzeichnet. Erst nach der endgültigen Entscheidung durch das Gremium wurde der Umschlag mit der entsprechenden Nummer und dem Namen des Architekturbüros geöffnet.   

Das ausführende Architekturbüro ist Laura Memmel Architekten aus Hamburg.

BM Th. Klömmer (li) und Laura Memmel (re.)

Die junge Architektin, die sich im Dezember 2019 mit einem eigenen Büro selbständig gemacht hat, sagte zu dieser Entscheidung: „Es trägt sicher dazu bei, dass man gerade als junger Selbständiger noch viel motivierter ist und sich auch nicht vor der örtlichen Besichtigung scheut. Das hilft dabei Planungen gezielter anzugehen.“

Geplant ist eine „Bewegungs-Kita“ mit vier, bei Bedarf auch fünf Regelgruppen mit je 20 Kindern und zwei Krippen mit je 10 Kindern. Das Gebäude besteht aus zwei Teilen, von denen beide zwar verbunden sind, aber auch separate Eingänge besitzen. Der eine Teil ist speziell für die Kindertagesstätte gedacht, während der zweite Teil des Gebäudes als Sportgebäude vorgesehen ist.


Das geplante Sporthaus beinhaltet ein Lehrschwimmbecken von 10 x 4 Metern mit versenkbarem Boden für eine Gesamttiefe bis zu 1,40 Metern. Außerdem bekommt die kleine Sporthalle auch eine Tribüne. Im Obergeschoss werden zusätzlich Multifunktionsräume zur Verfügung stehen, so dass eine parallele Nutzung auch für Vereine angestrebt werden kann. Das Gebäude wird durch einen eingebauten Fahrstuhl barrierefrei sein. Der Außenbereich der KiTa bekommt eine Größe von ungefähr 1.000 Quadratmetern.

Die Verkleidung der Gebäude wird aus nachhaltiger, vorbewitterter Holzlattung bestehen. Geplant ist ein Gründach, jedoch wird auch Solar- oder Photovoltaik-Bedachung angedacht.

Auf die Frage, warum gerade dieser Vorschlag ausgewählt wurde, antwortete Bürgermeister Thomas Klömmer: „Uns gefiel die kompakte Bauweise und die sehr gute Raumaufteilung. Außerdem ist es bei einem rechnerischen Preis von 2.500 Euro pro Quadratmetern finanziell realisierbar.“ Die dann vorhandenen Plätze werden ziemlich schnell vergeben sein, zumal die bisherige KiTa in den Neubau mit umzieht. Ob jedoch auch der KiTa-Standort Meggerdorf, an dem zwei weitere Gruppen sind, aufgelöst wird, daran glaubt Bürgermeister Klömmer noch nicht. „Das wird sich zeigen, wenn es soweit ist“, war sein Kommentar.

6,5 Millionen Euro Gesamtkosten werden nach jetziger Planung für den Neubau benötigt. Durch die Städtebauförderung werden davon ein Drittel vom Bund, ein Drittel vom Land und das letzte Drittel von der Kommune getragen. Die Förderung ist „begleitend“, das bedeutet, erhöhen sich die Kosten steigt auch der Anteil der Förderung und die Kommune bleibt nicht auf den höheren Kosten alleine sitzen.

Jetzt beginnt die eigentliche Planung. Veränderungen müssen angedacht, Details geklärt werden. Voraussichtlich ein Jahr wird es dauern, bis die Planungen soweit sind, dass mit dem Bau begonnen werden kann. Mit etwas Glück eröffnet dann Ende 2022 eine neue Kindertagesstätte in Erfde ihre Türen.

Fit für den Alltag auch in Corona-Zeiten aktiv

V.l.n.r. Alexander Kremer, Inhaber Andre´ Eggers

Während des totalen Lockdown war unter anderem auch die Physiotherapie-Praxis in Erfde betroffen. „Wir hatten drei Wochen komplett geschlossen“, erzählte Inhaber André Eggers. „Danach hatten wir weitere drei Wochen nur wenige Stunden am Tag geöffnet. In der Zeit mussten wir erst einmal die abgesagten Termine nachholen.“

Mittlerweile hat die Praxis ihren Betrieb wieder voll aufgenommen. Sämtliche Angebote können wieder in Anspruch genommen werden. Das gilt auch für den Fitnessbereich, hier jedoch sind strenge Abstands- und Hygieneregeln vorgeschrieben. „Daran müssen auch wir uns halten“, so André Eggers. „Maske ist Pflicht. Und Termine werden so gelegt, dass hier bei uns so wenig Leute wie möglich aufeinander treffen.“

Die Leute sind vorsichtiger geworden“, meinte auch Mitarbeiter und Fitnesstrainer Alexander Kremer. „Wo vorher jeder versucht hat, mal ein Rezept für z. B. Massagen zu bekommen, werden zur Zeit nur die wirklich notwendigen Anwendungen in Anspruch genommen. Das macht sich bemerkbar.“

Irgendwie verständlich“, ergänzte André Eggers. „Die Angst vor Ansteckung ist eben allgegenwärtig. Eine entscheidende Sache fehlt uns aber auch: nämlich die Mundpropaganda, dass wir normal geöffnet haben. Heute geht kaum noch einer mit Bekannten Kaffee trinken und redet dabei auch mal über uns.“

Der erste Lockdown hat Folgen hinterlassen. So musste Personal abgebaut werden. Auch Alexander Kremer ist noch immer in Kurzarbeit. Wie sieht es aus, wenn doch nochmal die Maßnahmen verschärft werden müssen?

André Eggers schweigt einen Moment. Dann meint er nur kurz: „Dunkel, aber ich weigere mich, darüber zu reden, was sein könnte wenn. Wir hoffen ganz stark, dass alles gut geht. Und auch, dass die Menschen wieder Mut und Vertrauen finden um auch wieder eine Physiopraxis aufzusuchen. Wir können nur versichern, dass bei uns alles getan wird um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten.“

Es gibt also keinen Grund, sich nicht endlich wieder „Fit für den Alltag“ machen zu lassen.


Freiwillige Feuerwehr Erfde

Neues Mehrzweckfahrzeug offiziell in Dienst gestellt

Am 30. April 2020 war es soweit.

Nachdem unser neues MZF gestern von der Matuczak Feuerschutz geliefert wurde, fand heute eine abschließende Prüfung an der Kreisfeuerwehrzentrale statt. Im Anschluss erfolgte die Schlüsselübergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges vom Erfder Bürgermeister Thomas Klömmer  an unseren Gemeindewehrführer Thorben Küßner und seinen Stellvertreter Tim Rahn und ist nun offiziell im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Erfde.

Diese Ersatzbeschaffung war nötig, da unser bisheriger MTW nach 20 Jahren treuer Dienste leider nur mit unwirtschaftlichen Investitionen ein neues TÜV Siegel bekommen hätte. Die Planungen für dieses Fahrzeug begannen bereits Mitte 2019, hier wurden Angebote von verschieden Anbietern eingeholt.

Hier möchte ich mich bei unserem verstorbenen Wehrführer Markus Hoffmann bedanken, der das ganze ins Rollen gebracht hat, und als Erinnerung daran haben wir auf dem Kennzeichen des neuen Fahrzeuges das Geburtsjahr von Markus anbringen lassen.

Am Ende überzeugte das Angebot der ausführenden Firma Matuczak Feuerschutz. Hier nochmals ein großer Dank an alle beteiligten Mitarbeiter für die kompetente Beratung und fristgerechte Auslieferung.


Das Gesamte Fahrzeugkonzept hat ein Bauvolumen von ca. 75000 €, diese Summe wird mit 30 % von der Feuerschutzsteuer bezuschusst, so das ca. 52500 € von der Gemeinde Erfde getragen werden. Hier gilt der ausdrückliche Dank der Erfder Gemeindevertretung für die Unterstützung. Dieses Fahrzeug ist ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft und der Sicherheit der Erfder Bürger sowie der Umlandgemeinden in unserem Ausrückbereich. Das Fahrzeug ist sowohl äußerlich als auch vom Innenausbau auf dem neusten Stand der Technik und erfüllt alle von uns gewünschten Kriterien. Dieses Fahrzeug kann sowohl zum Personen- und Materialtransport als auch durch die höherwertige Funkausstattung zur Einsatzleitung eingesetzt werden.


Die Freiwillige Feuerwehr Erfde besteht zur Zeit aus 64 aktiven Kameradinnen und Kameraden mit einem Durchschnittsalter von 34 Jahren und ist zu jeder Tages- und Nachtzeit für das Gemeinwohl in Rufbereitschaft. Dennoch sind auch wir ständig auf der Suche nach neuen aktiven oder passiven Kameraden die unsere wertvolle und wichtige Arbeit unterstützen wollen. Solltet Ihr Interessen haben EURE Wehr zu unterstützen meldet euch einfach bei der Wehrführung, oder besucht unseren nächsten Dienstabend nach der Coronazeit (Termin wird rechtzeitig) hier bekannt gegeben.

Eure Freiwillige Feuerwehr Erfde
#365TageimJahr #7TagedieWoche #24StundenamTag #wirsorgenfürSicherheit
#gemeinsamgegenCorona
Text: Th. Küßner
Foto: Fa. Matuczak, Th. Küßner

Mit Genehmigung von Bürgermeister Thomas Klömmer

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) nimmt seine Arbeit auf

Die ärztliche Versorgung auf dem Lande macht neue Schritte nötig. Daher beschloss die Gemeinde Erfde statt auf einzelne Arztpraxen auf ein neues Medizinisches Versorgungszentrum zu setzen.

Da der Neubau aber einige Jahre dauern wird, und aufgrund des Durchschnittsalters der drei Stapelholmer Ärzte  Volker Dolenga und Uwe Braatz aus Erfde und Dr. Holger Hamann aus Stapel, hat die Gemeinde Erfde den ehemaligen Schlecker - Markt im Haidkoppel - Bereich in ein provisorische MVZ umbauen lassen.

Heute, am Mittwoch, dem 01. April 2020 beginnt das MVZ seine Tätigkeit. Eigentlich sollte der Umbau bereits am Montag, dem 30. März offiziell eröffnet werden, dass musste aber aufgrund der Corona - Krise abgesagt werden.

Statt dessen wurde uns von Herrn Klömmer dankenswerter Weise das folgende Video zur Verfügung gestellt. In Zeiten wie diesen zeigt sich, wir wichtig ein stabiler und schneller Internetzugang ist.

Quelle: Thomas Klömmer

Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer zeigte sich sehr erfreut über den kurzen Zeitraum des Umbaus, und dankte allen Beteiligten so wie den Gemeindevertretern für die gute und zügige Zusammenarbeit. Beide Fraktionen haben, trotz der Kosten, voll hinter dem Vorhaben gestanden.

Umbau und Beschaffung des kompletten Inventars, dass später in das endgültige „MVZ“ umziehen wird, haben allein 400.000 Euro gekostet. Dazu kommen 650.000 Euro als Stammkapital für die neu gegründete  gemeinnützige GmbH und eine Sicherheitsleistung von 300.000 Euro für mögliche Regressforderungen der Krankenkassen nach Beendigung der gGmbH. „Das ist eine große Herausforderung für uns, aber wir stellen uns der Aufgabe und werden damit unserer Verantwortung als ländlicher Zentralort gerecht“, erklärte Bürgermeister Klömmer.

Für die drei praktizierenden Ärzte und zehn Mitarbeiterinnen sind jetzt Räumlichkeiten auf 380 Quadratmetern entstanden. Medizinischer Leiter des MVZ ist Dr. Holger Hamann. Die drei Teams verstehen sich gut, was sicherlich auch den im Vorwege abgehaltenen teambildenden Maßnahmen zu verdanken ist. Mit einem MVZ ist eine gute stete Betreuung von Patienten gewährleistet, da jeder einzelne Arzt Einsicht auf die Patientenakten haben kann, und somit im Not– oder Vertretungsfall darauf zugreifen und entsprechende Behandlung veranlassen kann.

Die ärztliche Versorgung auf dem Lande ist ein Dauerbrenner. Einzelne Praxen neu zu besetzen ist mittlerweile sehr schwierig geworden. Erfde hofft nun, mit diesem MVZ ein für junge Ärzte verlockenderes Angebot zu haben um damit dem kommenden ländlichen Ärztemangel vorzubeugen.

Bürgermeister Thomas Klömmer und die drei praktizierenden Ärzte appellieren allerdings an die Bevölkerung, momentan nur in die Praxis zu kommen, wenn man wirklich krank ist. Besonders bei Corona - Verdacht ist es wichtig, sich mit den Medizinern zuerst einmal telefonisch unter 04333 / 992460 in Verbindung zu setzen.