Ausflug zur Kieler Woche - Allen „abstrakten“ Terror-Gefahren zum Trotz

21.06.2018

Ich gebe ganz offen zu, dass ich mich in der letzten Zeit mit Besuchen von Groß-Veranstaltungen etwas schwer tue.

Ich gebe ganz offen zu, dass ich Angst habe - Angst vor irgendeinem Rucksack, der irgendwo abgestellt wird, Angst vor irgendwelchen durchgeknallten Menschen, die mit einem Auto in Menschen-Ansammlungen rasen und unschuldige Menschen töten. Und obwohl die Statistiken eindeutig belegen, dass das Risiko für Leib und Leben beim Aufhängen der Gardinen oder beim Rasenmähen im eigenen Garten ungleich höher ist als Opfer eines Anschlages zu werden - ich kann die Ängste nie ganz abschalten. Zuletzt ist einfach zuviel passiert.

Auch der Satz "Wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen" wirkt bei mir nicht wirklich - bisher jedenfalls.

Denn seit gestern ist das anders. Ich war gestern mit meiner Liebsten auf der Kieler Woche. Obwohl....es dauerte ein wenig und Anfangs fühlte ich mich durch die unglaublich große Präsens von Polizei und Bundespolizei in meinen Bedenken bestätigt. Überall standen mit Beton gefüllte "Big-Packs" herum. Zusätzlich waren noch gefüllte Müllwagen platziert, durch die Autofahrer gezwungen wurden Schlangenlinien zu fahren. "Da kommt kein LKW und auch kein Sprinter durch....eine wirklich gute Idee" ,war mein Gedanke.

Überall sah man Sicherheitskräfte welche mit Passanten sprachen. Auch ich sprach eine Gruppe von Bundespolizisten an und kam mit ihnen für ca. 15 Minuten ins Gespräch. Am Ende  Gesprächs bedankte ich mich ganz persönlich für Ihren Einsatz. Antwort Zitat: "Das passiert uns auch nicht so häufig."

Diese Menschen machen wirklich alles Erdenkliche für unser aller Sicherheit. Das war mein ganz persönlicher Weg meine Angst vor solchen Groß-Veranstaltungen zumindest einzudämmen, und ich konnte so den Besuch der Kieler Woche wirklich genießen.

Der Satz "Wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen"....wirkt seit gestern auch bei mir.

Musik. MSSO Munich Symphonic Sound Orch.

Foto / Video

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