Carsten Saß

27.05.2019

SL-Süd-Online

Herr Saß, wenn wir richtig informiert sind, sind Sie gelernter Groß - und Außenhandelskaufmann. 1984 begann Ihre Zeit beim Autohaus Thomsen, nur wenige Tage nach Ihrer Bewerbung als Juniorverkäufer. Als die Raffay-Gruppe dann 1992 das Autohaus übernahm, wurden Sie Verkaufsleiter, bevor Sie dann 1994 vom neuen Eigentümer Hanno Lüttmer zum Geschäftsführer ernannt wurden. Ich frage jetzt mal ganz ehrlich: Haben Sie nie daran gedacht etwas anderes außer Autos zu verkaufen?

Carsten Saß

Ich hatte schon während meiner Ausbildung mit Autos, Werkstätten und Betrieben zu tun. Kurz vor Ende der Ausbildung las meine jetzige Frau eine Anzeige, dass in einer anderen Firma ein Juniorverkäufer gesucht wurde. Dort hätte ich auch anfangen können, habe dann aber erfahren, dass hier im Autohaus Thomsen ein Verkäufer ausgefallen war und kurzfristig ein neuer Juniorverkäufer gebraucht wurde. So bin ich hier gelandet. Als Autodidakt habe ich mir durch viele Schulungen, Seminare und Lehrgänge das entsprechende Wissen angeeignet. Im Laufe der Jahre bin ich dann über den Verkaufsleiter zum Geschäftsführer aufgestiegen. Auch heute besuche ich noch Seminare und Lehrgänge. Man lernt nun mal nie aus. Ich habe einen hohen Anteil Benzin im Blut, und es gibt für mich kein anderes Betätigungsfeld. Es muss schon mit Motoren oder Autos zu tun haben. Bei mir kommt Beruf von Berufung. Und meine Berufung, meine Leidenschaft sind nun einmal Autos.

SL-Süd-Online

Sie haben vor einiger Zeit mal erwähnt, dass Sie selbst einen Youngtimer besitzen. Wenn wir uns richtig erinnern unter anderem ein VW Golf 1 GTI. Daran gibt es ja immer was zu basteln. Können Sie nicht nur Autos verkaufen, sondern selbst auch noch mit Spaß Hand anlegen und dieses Kultauto in Schuss halten?

Carsten Saß

Ich liebe meine Youngtimer. Es ist immer wieder ein persönliches Hochgefühl damit unterwegs zu sein. Fahren ohne diese ganze Technik ist Autofahren pur. Fahren so, wie es 1980 war, das erdet einen wieder. Aber es bringt auch Spaß. Leider habe ich durch mein Arbeitsaufkommen in der Firma und mein Ehrenamt nicht mehr die Zeit selber daran zu schrauben. Aber mein jüngster Sohn hat letztes Jahr den Kfz-Mechatroniker-Meister gemacht und ist wohl von mir infiziert worden, denn er ist ebenfalls mit Lust und Leidenschaft bei der Sache.

SL-Süd-Online

Sie sind seit ungefähr 10 Jahren der erste Vorsitzende vom HHG Kropp. Was genau zeichnet den HHG aus und zu welchem Zweck wurde er gegründet?

Carsten Saß

Der HHG ist ein eingetragener Verein und ein Zusammenschluss von Handwerks-, Handels- und Gewerbebetrieben sowie Freiberuflern. Er hat den Zweck, die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen unter besonderer Beachtung der örtlichen Verhältnisse in der Region Kropp wahrzunehmen und zu fördern. Er ist quasi Bindeglied zwischen Gewerbe, Gemeinde und Politik.

SL-Süd-Online

Welche Ideen und Ziele haben Sie für den HHG, was wollen Sie mit, bzw. für den HHG erreichen?

Carsten Saß

Mein Anliegen ist es, den HHG zu verjüngen. Ein Generationenwechsel steht unweigerlich bevor, und der muss vorbereitet werden. Im HHG haben sich viele Dinge bereits gut bewährt, dass darf uns aber nicht davon abhalten, neben dem Bewährten auch neue Ideen und neues Leben einfließen zu lassen. Das Ehrenamt findet immer weniger Freiwillige, doch ohne die würde vieles nicht funktionieren. Das Ehrenamt wieder attraktiv zu machen, daran müssen wir alle arbeiten, auch beim HHG.

SL-Süd-Online

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

Carsten Saß

Das, was sich eigentlich jeder wünscht: Dass meine Familie, Freunde und auch ich gesund bleiben. Und vor allem, dass ich mit meiner Frau noch viele gemeinsame Jahre verbringen kann. Ansonsten bin ich ein glücklicher Mensch.

SL-Süd-Online

Herr Saß, wir danken Ihnen für Ihre Zeit und dieses Gespräch.

© SL-Süd-Online 2019