Infoabend von BZMG und TNG für eine flotte Zukunft in Kropp

06.02.2019

SPR

Gut gefüllt waren die bisherigen Infoabende von BZMG und TNG zur Erläuterung des neuen Glasfasernetzes.

Bereits 20 Minuten vor Beginn waren nur noch wenige Plätze frei

Fast 300 Interessenten pro Abend begrüßte Bürgermeister Stefan Ploog in der kleinen Aula der Geestlandschule. In seiner kurzen Rede sprach er von der zukünftigen Notwendigkeit einer schnellen Internetverbindung und der dadurch voraussichtlichen Wertsteigerung von Immobilien und Ortschaften. Während früher z.B. eine Einbauküche ein Lockmittel war, ist es heute der Internetanschluss. Stefan Ploog konnte aus Erfahrung berichten, dass mittlerweile neue Interessenten für Baugrundstücke erst einmal nach der vorhandenen Internetverbindung in Kropp fragen. Für viele Kropper Neuzugänge eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Auch der Vorsitzende vom Breitbandzweckverband Mittlere Geest (BZMG), Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer, verwies nach seiner Begrüßung auf neue Online-Perspektiven für Privat und Gewerbe.

V.l.n.r. Swenja Wettengel, Thomas Klömmer, Stefan Ploog

Das Glasfasernetz in der Mittleren Geest ist ein Bürgernetz. Besitzer sind die Gemeinden des Zweckverbands und damit ihre Bürgerinnen und Bürger. Verantwortlich für den Ausbau ist der BZMG, der die Koordination in den Ausbaugebieten übernimmt. Er kümmert sich ebenfalls um staatliche Fördermaßnahmen und informiert die Haushalte vor Ort. Damit das Breitbandnetz gebaut werden kann, müssen sich im Vorfeld mindestens 60 Prozent der Haushalte in Kropp für einen Anschluss entscheiden. Das Glasfasernetz wird als sogenanntes "offenes Netz" nach dem Open-Access-Modell gebaut, was bedeutet, es ist langfristig betreiberunabhängig und nach Ablauf der ersten Vertragsfrist von 24 Monaten für alle Anbieter von Telekommunikationsdiensten offen.

Die TNG Stadtnetz GmbH ist Pächter und Betreiber des Glasfasernetzes des BZMG und bietet Internet-, TV- und Telefondienste an. Als Telekommunikationsunternehmen aus Schleswig-Holstein hat es Erfahrung mit dem Betrieb von Breitband in unterschiedlichen Regionen von Schleswig-Holstein. Im Auftrag des BZMG übernimmt die TNG auch die Koordination der Vertragsabschlüsse und ist bei den Informationsveranstaltungen ebenfalls als Ansprechpartner vor Ort. Die TNG bietet im Rahmen des Ausbaus für Neukunden eine Reihe attraktiver Paketangebote. Alle Informationen zu den Preisen auf der TNG-Website (www.tng.de/mittlere-geest).

Der BZMG macht den Glasfaserausbau zu einem Netz der Ideen und lädt alle Bürger und Bürgerinnen dazu ein, solidarisch mit seinen Nachbarn und der Region den Weg in eine schnelle Zukunft mit zu gehen. Während des Aktionszeitraumes vom 04.02. bis zum 24.03.2019 sind die Breitbandanschlüsse von der Straße bis zu 20 Meter auf das Grundstück kostenlos, danach beträgt der Preis 980,-- Euro. Dazu kommen dann nur noch die laufenden monatlichen Vertragsgebühren

für Internet und Telefonie bei TNG. Altverträge anderer Anbieter können nicht mitgenommen werden. Nach Ablauf der Vertragsbindung von 24 Monaten ist aber ein Wechsel möglich.

Durch TV- und Musikangebote wächst auch das Datenvolumen, das im Netz übertragen wird, und damit der Bedarf an schnellem Internet. Dieser erhöht sich in Deutschland jährlich um 35 bis 40 Prozent. Ist heute ein 16-Mbit/s-Anschluss Standard, sind in fünf Jahren 100 Mbit/s und in acht bis zehn Jahren 500 Mbit/s nötig. Eine Bitrate, die nur über Glasfaser erreicht werden kann.

Gerade im ländlichen Bereich wird eine gute und schnelle Internetverbindung immer wichtiger. Immer häufiger wird auch das Fernsehprogramm über Internet gesehen, über Internet eingekauft oder die Zeitung gelesen. Ebenfalls ist Home-Office ein Modell der Zukunft. Auch Telemedizin, im Moment aufgrund des zukünftigen Ärztemangels gerade im ländlichen Bereich ein wichtiges Thema, ist auf eine schnelle und zuverlässige Leitung angewiesen. Dass auch die eigenen Immobilien dadurch eine Wertsteigerung erhalten, wurde anfangs schon erwähnt.

Glasfaser ist wirklich die Verbindung der Zukunft. Während das bisherige "Kupfernetz" inzwischen am Ende seiner Kapazität angekommen ist, kann Glasfaser noch ausgebaut werden.

Die bisher angebotenen schnellen Verbindungen sind noch lange nicht das Ende der möglichen Leistungen, jedoch ist die Nachfrage nach noch schnellerer Verbindung noch nicht gegeben.

Der Vorteil von Glasfaser liegt auf der Hand: Kein Nachlassen der Leistung, wenn der Nachbar ebenfalls gerade im Internet unterwegs ist, da jeder Anschluss die volle Leistung bekommt, auch über längere Strecken. Außerdem ist die Leitung unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Man bekommt die Geschwindigkeit, über die man einen Vertrag geschlossen hat. Bei Breitbandtechnik heißt es in Zukunft nicht mehr "bis zu...", sondern "bestellt - geliefert". Niemand braucht sich mehr damit zufrieden zu geben 1 Ltr. Milch zu bezahlen, und am Ende nur 2 Gläser aus der Packung heraus zu bekommen.

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