Klein-Bennebek - „Dichtfest“ beim neuen Dörpshus

27.07.2018

SPR/TPH

Der 29.April 2017 war ein Tag, der in Klein Bennebek nicht so schnell vergessen wird. An dem Tag gegen 17:15 Uhr ging bei der Feuerwehr ein Notruf ein. Das Sportlerheim des SSV Klein Bennebek e.V. mit dem angebauten Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, standen in Flammen. Trotz Hilfe zahlreicher Wehren aus den umliegenden Ortschaften konnte das Gebäude nicht mehr gerettet werden. Selbst die Feuerwehr, dessen Anbau durch eine Brandmauer vom restlichen Gebäude geschützt war, musste sich ein Ausweichquartier suchen. Ein tragender Stahlträger war durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Seit dem 27.Juli 2018, sehen alle wieder voller Zuversicht in die Zukunft. Denn heute wurde in Klein Bennebek das "Dichtfest" des neuen Sportlerheims und zukünftigen Dörpshus gefeiert, und alle Klein Bennebeker waren auf den Beinen.

"Nach dem Brand", so erzählte Bürgermeister Thomas Petersen, "wurde einige Zeit nach der Brandursache geforscht. Parallel dazu haben wir bereits mit den Planungen für den Neubau angefangen. Wir haben den Gemeinschaftsraum von 50 auf 120 qm erweitert. Unser Wunsch ist ein Dorfgemeinschaftshaus, das sowohl für das Vereinsleben als auch für die Dorfgemeinschaft ein fester Anlaufspunkt ist. Hier soll in Zukunft nicht nur Vereinsleben stattfinden, sondern auch Dorffeste oder private Feste gefeiert werden. Im neuen Dörpshus haben der SSV, die Freiwillige Feuerwehr und die Dorfgemeinschaft ein neues Zuhause."

V.l.n.r. Jan Hensen, Thomas Petersen, Horst Guthardt

Horst Guthardt, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, erzählte uns: "Der Anbau der Feuerwehr brauchte nicht komplett neu gebaut werden. Er musste einfach 'nur' neu aufgebaut werden. Aber auch wir haben jetzt etwas mehr Platz. Das Fahrzeug ist noch immer an seinem Ausweichquartier, und die Kameraden haben ihre ganzen Dienstsachen zu Hause. Das ist auf Dauer kein Zustand und hoffentlich bald vorbei."

Auch Jan Hensen, Vorsitzender des SSV Klein Bennebek, meinte dazu: "Wir haben das Sportlerheim anders aufgeteilt. Die Umkleidekabinen anders geplant, mehrere Schiri-Kabinen eingeplant und Elektroräume dorthin gelegt, wo sie gebraucht werden. Küche, Lager, eigentlich alles wurde komplett nach neuen Maßstäben geplant. Wir hatte früher einen unterirdischen Schießstand, doch aufgrund Mitgliedermangels haben wir den nicht wieder aufbauen lassen. Der Grundriss des alten Gebäudes ist eigentlich geblieben, er wurde nur etwas ausgeweitet."

Familie Frenßen, die als Pächter noch im alten Gebäude die Bewirtung übernommen hatte, ist ihnen treu geblieben. Auch in den neuen Räumlichkeiten übernimmt sie Bewirtung und Vermietung des Saales für Feierlichkeiten aller Art. "Sie bekommen von uns alle Termine, damit es keine Überschneidungen gibt. Der Rest ist reine Absprache", erklärt uns Jan Hensen.

Nachdem die Zimmerer der Firma Knutzen und Schleth aus Kropp die Richtkronen - Verzeihung, in diesem Falle die 'Dichtkronen'- angebracht hatten, eröffnete Bürgermeister Petersen das Fest mit einer kurzen Rede. Darin bedankte er sich bei den beteiligten Firmen (namentlich genannt: Fa. Hansen, Fa. Knutzen und Schleth, Fa. Pahl, Fa. Clausen, Fa. Witt, Fa. Ewert und Fa. Behrendt) für ihre reibungslose und zügige Arbeit. Er wollte die Gäste eigentlich vor dem Regen bewahren, so erklärte er launig, deshalb das 'Dichtfest' bei bereits gedecktem Dach. Das mit dem Regen, so meinte er weiter, sei keine gute Ausrede in diesem Jahr. Aber jetzt könne er eben Schutz vor Sonne anbieten.

Beim 'Dichtspruch' der Fa. Knutzen und Schleth war auf die Frage, ob der Bau gefällt, von den Anwesenden laute Zustimmung zu hören. Auch dieser Spruch war kurz, und so konnten die Gäste schon kurze Zeit später an den langen Tischen im Inneren des Gebäudes Platz nehmen.

Wir bitten die schlechte Ton-Qualität welche dem erfrischendem Wind geschuldet ist, zu entschuldigen. Soweit möglich haben wir ihn ausgeblendet

"Unser angestrebtes Ziel und unsere große Hoffnung ist es, zum Ende des Jahres die Eröffnung des Dörpshus feiern zu können", erklärte uns Thomas Petersen.

Eine Hoffnung, die jedenfalls im Moment gute Aussicht auf Erfüllung hat. Wir drücken die Daumen, dass der SSV Klein Bennebek und die Freiwillige Feuerwehr bald wieder ein endgültiges Zuhause haben.

Co/by Redaktion SL-Süd-Online 2018