Schlamm-Parcours beim Erfder Koppelrennen

03.04.2018

Dröhnende Motoren, schnelle Fahrzeuge und in der Luft der Geruch von Öl und Benzin....

Nein, liebe Leser, wir reden nicht von einem Rennen der Formel Eins oder der DTM. Wir reden vielmehr von einer Motorsportveranstaltung im schönen Dorf Erfde.

Am Ostersamstag 2018 fand in Erfde das inzwischen traditionsreiche Koppelrennen mit Fahrern aus den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und Dithmarschen statt. Bereits zum 7ten Mal hatte das Team Erfde diese Veranstaltung organisiert. "Team Erfde"..... das sind ca. 40 junge Leute, die sich für Autos begeistern und - im Gegensatz zu vielen anderen ihrer Altersgruppe - eben nicht vor dem Fernseher oder dem PC versauern möchten, sondern mit Begeisterung selbst etwas auf die Beine stellen.

Als Fahrzeuge kommen sowohl Standart-Autos als auch speziell umgebaute Wagen zum Einsatz, die in 4 Klassen unterteilt sind.

Kleine Klasse = Fahrzeuge bis 75 PS

Mittlere Klasse = Fahrzeuge ab 76 bis 130 PS

Große Klasse = Fahrzeuge ab 131 PS nach oben offen

Und in diesem Jahr zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzten Mal

Frauenklasse = Keine PS Beschränkungen

Insgesamt waren in diesem Jahr 36 Fahrzeuge am Start, die speziell für dieses Rennen fit gemacht wurden. Schalldämpfer und Frontscheibe waren hierbei jedoch Vorschrift.

Leider litt auch diese Veranstaltung unter den zuletzt gelinde gesagt "unpassenden" Wetterbedingungen, und so wurden - wegen des durchtränkten Bodens - statt der ursprünglich geplanten 6 Rennen nur 4 Rennen pro Klasse gefahren, wobei ein Rennen jeweils über die Distanz von 3 Runden mit jeweils 600 Metern lief.

Die Rennen wurden von zahlreichen Zuschauern begeistert verfolgt und am Ende des Tages standen die Sieger fest.

Kleine Klasse = Marvin Steltner aus Wohlde auf Honda Civic

Mittlere Klasse = Florian Sprick und Lars Larsen aus Erfde auf VW Scirocco

Große Klasse = Oliver Martens aus Lohe Rickelshof auf BMW 320i

Frauenklasse = Ina Lorenz aus Dörpstedt auf Ford Escort

An dieser Stelle sei darauf hin gewiesen, dass für eine derartige Veranstaltung stets viele fleißige Hände und Helfer gebraucht werden und notwendig sind. Allein schon das Auf- und Abbauen dauert mehrere Tage. Stellvertretend für die Helfer sei in diesem Zusammenhang die Freiwillige Feuerwehr Erfde genannt, die mit ihrem Team für die Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern gesorgt haben. Da die Rennstrecke dieses Jahr den Einsatz eines Löschfahrzeuges nicht zugelassen hätte, wurde zu einer außergewöhnlichen Maßnahme in Form eines Treckers mit Frontlader gegriffen.

Bei soviel Arbeit war die "After-Race-Party" im Anschluss wohlverdient.

Das Koppelrennen 2018 in Erfde - So stellt man sich einen schönen Nachmittag mit einem intakten Gemeindeleben vor. Mehr davon.......

Fotos: Team Erfde, Freiwillige Feuerwehr Erfde, Thomas Klömmer

Co/by Redaktion SL-Süd-Online 2018