Schnupperkurs bei den Bogenschützen des SSV Klein Bennebek

13.07.2019

SPR

Zum ersten Mal nahmen die Bogenschützen des SSV Klein Bennebek mit einem Schnupperkurs für Kinder ab 10 Jahren an dem Ferienspaßprogramm teil. 13 Kinder nutzten die Gelegenheit einmal ein Gefühl für Pfeil und Bogen zu bekommen.

"Wir zeigen den Kindern das traditionelle Bogenschießen", erklärte uns Andreas Jähnel, einer der anwesenden Vereinsschützen. "Die Kinder sind in mehreren Gruppen aufgeteilt. Zuerst haben wir ihnen die richtige Verhaltensweise und Körperhaltung beigebracht. Das haben die meisten schnell begriffen. Dann sind wir mit dem Schießen angefangen."

Und nach der Mittagspause ging es damit weiter. Die aufgereihten Bögen waren von der Firma "Bogensportbedarf Kurschus" aus Kosel zur Verfügung gestellt worden. So hatte jedes Kind während der Zeit einen eigenen Bogen. Während die Kinder mit einem der Erwachsenen zum Verein gehörenden Schützen sich auf den Weg zur nächsten Runde machten, zeigte uns Andreas Jähnel das gesamte Gelände, auf dem die Ziele verteilt waren.

Die Bogensparte des SSV Klein Bennebek ist mit über 60 Mitgliedern die stärkste Sparte des Vereins. "Das traditionelle Bogenschießen", so erzählte er uns, "ist ohne Visier. Wichtig ist die richtige Koordination: Der Pfeil folgt dem Blick. Mit einiger Übung gelingt es dann gut zu treffen. Für die Kinder ist das wie ein Abenteuer."

Der Bogensport ist ein Freiluftsport. Damit kann man auch Kinder aus dem Hause locken. Im Frühjahr 2014 konnte der Verein durch die Unterstützung der "Sportförderung des Landes Schleswig-Holstein" sogenannte 3D-Ziele erwerben und einen sehr interessanten, lebensecht gestalteten 3D-Parcours in einem nahen Waldstück aufbauen, in dem die Schützen auf viele verschiedene Ziele aus einer ihrer Größe angemessenen Entfernung schießen können. Die 3D-Ziele bestehen aus einem elastischen Schaum, in dem die Pfeile Halt finden.

Das Gelände, welches uns gezeigt wurde, war sehr weitläufig. Auf die Frage, ob sie alle Pfeile, die nicht ins Ziel treffen, wieder finden können, lachte er nur: "Ein klares Nein. Der Bedarf an Pfeilen ist in diesem Sport bei uns wohl das Teuerste überhaupt. Aber das ist nichts gegen das Gefühl eins mit der Natur zu sein. Die Ruhe und das Abschalten der Hektik und der vielen verschiedenen Gedanken ist reine Entspannung."

Den Kindern jedenfalls war das egal. Ihnen machte es Spaß einen "Abenteuerspielplatz" mit Pfeil und Bogen zu erkunden. Und da nahmen sie auch das  Suchen der daneben geschossenen Pfeile mit in Kauf.

© SL-Süd-Online 2019