Städtebauförderung „Ortskern“ Kropp -  Bürger bringen sich ein

08.02.2019

SPR

Am Donnerstag, den 07. Februar 2019 gab es eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema "Städtebauförderung".

Viele Bewohner aus dem Gebiet rund um den Ortskern von Kropp nutzten die Gelegenheit sich über das Förderprogramm zu informieren, Fragen zu stellen und sich mit Ideen und Anregungen einzubringen. Sie wurden bereits einige Zeit vorher direkt angeschrieben und eingeladen. Mit dieser Einladung hatten sie auch einen Fragebogen bekommen, der jetzt ausgefüllt abgeben werden konnte. Die Auswertung dieser Bögen erfolgt durch "BIG Städtebau" als eine von vielen Analysen für dieses Projekt.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurden die eintreffenden Gäste auf dem Gang vor der Aula der Geestlandschule Kropp empfangen. An fünf verschiedenen Stationen bekamen sie die Möglichkeit Stärken und Schwächen von Kropp zu benennen und positive oder negative Orte bzw. Straßen zu kennzeichnen. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass es in Kropp ein paar als äußerst negativ angesehene Bereiche gab.

Nach diesem Stationenrundgang gab es dann die offizielle Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Ploog.

Er erwähnte, dass Kropp bereits 2017 einen Hinweis auf dieses Förderprogramm erhalten hatte. Mit einem groben Konzept bewarb sich die Gemeinde und wurde im November 2017 in das Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" aufgenommen. Dadurch erhält Kropp eine Förderung durch Bund und Länder in Höhe von 2/3 der anfallenden Kosten. Dieser Betrag wird nicht als Darlehen gewährt und muss deshalb nicht zurückgezahlt werden.

Der Projektleiter der "BIG Städtebau GmbH", Andreas Kiefer, informierte anschließend anhand einer Präsentation über den Zweck der Städtebauförderung, den möglichen Maßnahmen innerhalb des Programms und dem bisherigen und weiteren Verfahrensverlauf.

Die "BIG Städtebau" wurde durch die Gemeinde Kropp mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen beauftragt. Dazu gehören Erstellung, Analyse und Bewertung eines Maßnahmenkonzepts, Gespräche mit Schlüsselakteuren und betroffenen Eigentümern und eine öffentliche Info- und Diskussionsveranstaltung.

Auf dieser Veranstaltung hatte jeder Anwesende die Möglichkeit eigene Ideen und Anregungen einzubringen. Die hauptsächlich beanstandeten Punkte waren die Sicherheit von Schulwegen und Fahrradwegen, der starke Verkehr besonders im Bereich der Kreuzung Hauptstraße und die nicht durchgängige Barrierefreiheit im Zentrum.

All diese Informationen wird die "BIG Städtebau" jetzt auswerten. Mit dem Ergebnis der Auswertung und den Informationen durch eine eigene Begehung des Gebietes, sowie den Gesprächen mit den Schlüsselakteuren wird sich dann eine Lenkungsgruppe befassen. Das bei der Bewerbung zugrunde gelegte Konzept wird in einem Workshop überarbeitet und verfeinert. Die daraus hervorgehenden Maßnahmen könnten dann die "möglichen auszuführenden Maßnahmen" sein, die dann den Behörden und dem Ministerium zur Zustimmung vorgelegt werden. In diesem Rahmen erfolgt dann ebenfalls eine zweite öffentliche Veranstaltung.

Das alles nimmt viel Zeit in Anspruch, so dass man über Fragen bezüglich der Zuzahlungshöhe der Gemeinde Kropp und dessen Finanzierung nur spekulieren könnte. Denn immerhin reden wir bis zur möglichen Umsetzung von einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren.

© SL-Süd-Online 2019