Tag der Bundeswehr - trotz Wetterkapriolen weit über 20.000 Besucher

16.06.2019

PM / SPR / PvH

Tag der Bundeswehr - trotz Wetterkapriolen über 20.000 Besucher

Über 24.000 Besucher trotzten dem unerwarteten aber typisch norddeutschen Wetter und

fanden den Weg auf den Flugplatz Schleswig in Jagel.

Der Kommodore des Geschwaders, Oberst Kristof Conrath eröffnete nach einem kurzen Gottesdienst sowie einem Grußwort von Frau Dr. von Hassel und einer seinerseits kurzen Rede den Tag der Bundeswehr 2019 in Jagel.

Direkt im Anschluss machte er gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen und dem Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, einen Rundgang über das Veranstaltungsgelände. Die erste Station war die Jubiläumsmaschine des Takt.LWG 51 mit der brandneuen Sonderlackierung.

Wir bitten die schlechte Tonqualität zu Entschuldigen

Am Stand der Aufklärungsdrohne Heron 1 überraschte der GenLt. die Soldaten und übergab ihnen eine Urkunde. Sie nahmen stellvertretend seinen Dank für das Erreichen von 50.000 Flugstunden in den Einsätzen in Afghanistan und Mali entgegen.

Da sich der Wettergott gnädig zeigte, begann danach das Flugprogramm. Die erste Runde startete mit der C-160 Transall. Sie verblüffte die Zuschauer mit einer Sarajevo-Landung, bei der das Flugzeug erst sehr spät vor dem Aufsetzen in einen steilen Sinkflug geht.

Danach sahen die interessierten Besucher mehrere Überflüge einer Lockheed P-3 Orion. Die viermotorige "P-3 Orion" ist seit 2006 das "fliegende Auge" der Marineflieger und auf Grund ihrer technischen Ausrüstung und großen Reichweite einer der besten Seefernaufklärer weltweit.

Die Kampfjets Eurofighter und Tornado zeigten in Flugdemonstrationen ihr Leistungsspektrum.

Bis zum Mittag fanden bereits 12.000 Interessierte den Weg zu den "Immelmännern".

Die Video-Schaltungen nach Jordanien und Afghanistan wurden live übertragen. Dort führen zurzeit viele Soldatinnen und Soldaten vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" mit ihren Flugzeugen Tornados und den Drohnen Heron 1 wichtige Aufklärungsaufträge im Einsatz durch.

Trotz einsetzendem Regen und Gewitter erlebten die Besucher dann die Begrüßung durch die Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen aus Faßberg per Video-Liveschaltung. Zum ersten Mal wurden die neu gestifteten Veteranenabzeichen an Reservisten und Soldaten ausgehändigt. Ihre Leistungen im Dienst der Bundeswehr als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wurden gewürdigt.

Pünktlich um 14:00 Uhr begrüßte ein Airbus A400M die Zuschauer mit "winkenden" Tragflächen. Tornados und ein Eurofighter jagten unter den tiefhängenden Wolken über den Fliegerhorst. Aber auch am Boden ging es zur Freude der Zuschauer weiter: der Leopard II drehte seine Runden - ausnahmsweise auf einem Flugplatz. Die Luftbildauswerter demonstrierten den Zuschauern ihre Leistungsfähigkeit. Mit hochauflösenden Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen können sie dreidimensionale Bilder erzeugen.

Oberst Kristof Conrath zeigte sich zufrieden und ist stolz  auf die Angehörigen seines Geschwaders und aller Unterstützungskräfte, zivil wie militärisch. Nicht zuletzt beeindruckte ihn die "Leidensfähigkeit" der Besucher, die sich nach guter norddeutscher Art vom Wetter nicht abschrecken ließen.

Gut zwei Kilometer war die Ausstellungsstrecke auf dem Fliegerhorst. Und es gab auf diesen zwei Kilometern viel zu sehen. Neben den Großgeräten der Bundeswehr wie den Leopard II konnte man auch auf Tuchfühlung gehen mit Hubschraubern und Kampfjets.


Die bereits oben erwähnten Vorführungen waren eine Attraktion und wurden mit sehr vielen Zuschauern belohnt. An den Zäunen zur Flugshow drängten sich die Besucher, und nicht selten sah man Kinder auf den Schultern der Eltern, damit sie überhaupt was sehen konnten.

Immer mehr eingesetzte Shuttle-Busse brachten die Besucher von den Parkplätzen. Einer nach dem anderen kam vollbesetzt am Haltepunkt an um gleich danach leer wieder loszufahren und die nächste Gäste zu holen. Auf dem gesamten Gelände gab es Haltepunkte, von denen man mit einem kleinen Shuttlebus zurück zu den Parkplätzen gelangen konnte. An- und Abfahrt waren auf diese Weise perfekt organisiert.

Auch Vereine und Organisationen aus der Umgebung von Jagel ließen es sich nicht nehmen mit eigenen Ständen an diesem Tag teilzunehmen, und so ihre Verbundenheit zum Takt LwG 51 "Immelmann" zu zeigen.

Neben Erbsensuppe aus der Bundeswehrküche gab es auch andere diverse kulinarische Spezialitäten. Für Essen und Trinken war also ebenfalls gut gesorgt.

Die Möglichkeiten, Panzer, Hubschrauber oder andere Großgeräte oder Luftfahrzeuge der Bundeswehr einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen, ließen sich viele Besucher nicht entgehen. So wurde ihnen von den anwesenden Soldaten alles genau erklärt, und besonders für Kinder war es ein Vergnügen auf einem Panzer oder in einem Hubschrauber zu sitzen. Und für die ganz kleinen Besucher gab es dann auch noch eine kleine Spielecke, die ausgiebig genutzt wurde.

Ein stark frequentierter Punkt war die Militär Geschichtliche Sammlung des Immelmann-Geschwaders.

Da wir gerade in den letzten Tagen von schönem Wetter verwöhnt wurden, war es schade, dass ausgerechnet an diesem Tag der Sommer eine Pause nahm. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit war bei allen Beteiligten die Enttäuschung über das typische norddeutsche Wetter groß.

Doch über 24.000 Besucher haben gezeigt, dass die Neugier und bei Vielen auch die Verbundenheit zur Bundeswehr, oder auch, wie Oberst Conrath es nannte, die Leidensfähigkeit größer waren als die Abneigung vor Regen. Da wurden dann auch mal Müllbeutel in Regenmäntel umfunktioniert - gemäß dem Motto:

Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung.

In diesem Fall haben wir unsere sonst übliche Fotogalerie in einem Video zusammen gefasst.

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